Urbanusheim im Corona-Modus
Zwischen Schutz und Alltag

Gregor Kopa und Tanja Glander in "ihrem" Urbanusheim.
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POYSDORF. Das Oktoberfest im Urbanusheim, bei dem normalerweise halb Poysdorf im Festzelt sitzt, musste heuer kleiner ausfallen. Aber es fand statt. Zum organisierten Programm trauten sich die Bewohner selbst ihre musikalischen Talente zu präsentieren. "Einer unserer Bewohner holte seine Mundharmonika hervor und unterhielt die Gäste, während der Pause des Musikers", war Heimleiter Gregor Kopa begeistert. Man beschränkt sich auf das Wesentliche und das stärkt wieder um die Kreativität aller im Haus.

Flexibel und loyal

Es ist eine Gradwanderung, die das Team des Poysdorfer Pflegeheims seit März absolvieren muss. Ihre Bewohner zählen zu eben jeder besonders vulnerablen Gruppe, die es vor dem Corona-Virus zu schützen gilt. Und bis jetzt ist es den Poysdorfern auch hervorragend geglückt. Bis jetzt gab es weder eine Erkrankung noch einen Verdachtsfall unter den Bewohnern – das ist vor allem der unglaublichen Disziplin des Personals zu verdanken. "Es gab viele Dinge, die es zu organisieren gab, die wir mit viel Engagement und Hilfe hinbekommen haben", zeigt sich die frischgebackene Pflegedienstleiterin Tanja Glander tief beeindruckt. Vieles hat man gemeinsam geschafft. Das Team ist zusammengerückt.

Gleich von Beginn weg, war die oberste Prämisse den Betrieb aufrecht zu erhalten. Das heißt es wurden Teams gebildet, die zusammengearbeitet haben und die möglichst jeden Kontakt mit anderen Teams vermieden hatten. Gearbeitet wurde im 14-Tages-Rhythmus, das jeweilige "Ersatz-Team" war auf Abruf bereit. 

Besuchsstrategien

Gerade in der ersten Lock down Phase litten die Bewohner des Hauses sehr unter der Einsamkeit. Besuche konnten wegen der Infektionsgefahr nicht stattfinden und auch das sonst mit viel Liebe gestaltete Programm ehrenamtlicher Helfer musste ausfallen.
Im Urbanusheim schaffte man in dieser Zeit Tablets an den Bewohnern und ihren Angehörigen zumindest den Kontakt via Videotelefonie zu ermöglichen."Schön war es zu sehen, dass unsere Bewohner so viel Post wie noch nie bekommen haben", sieht Tanja Glander die positiven Seiten der Krise.

Erste Erleichterung brachten die Sommermonate, wo Besuche endlich wieder vorwiegend im Freien stattfinden konnten. Mit dem Wechsel des Bezirks auf Orange-Status wird man sehen, ob es nur bei fixen Besuchszeiten bleiben kann, oder ob es wieder einer telefonischer Voranmeldung bedarf. Alles wird der Gesundheit der 120 Bewohner im Haus untergeordnet. Dafür bietet der Arbeitgeber auch eine eigene Teststation im Haus. "Wir wollen nichts aussitzen, sondern proaktiv testen", erklärt der Heimleiter die Sicherheitsstrategie im Urbanusheim.

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