Öffentlicher Verkehr
Grüne wollen Schweinbarther Linie retten

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GROSSENGERSDORF (ks). Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember wird der Personenverkehr auf der Schweinbarther Linie eingestellt werden. Fahrgäste werden dann mit Bussen transportiert. Der Güterverkehr soll erhalten bleiben. Was auch einen Teil der Investitionen der letzten Jahre in Bahnübergänge und ähnliches rechtfertigen würde.
Bei der Diskussionsveranstaltung auf Einladung der Grünen Mistelbachs und Gänserndorfs in Großengersdorf wurde dieser Punkt intensiv diskutiert.

Mehr Bahn statt weniger

Die Diskussionsteilnehmer besprachen daher verschiedene Szenarien zur Attraktivierung der Bahn. Diskutiert wurde die Anbindung an die Bahnstrecke in Obersdorf, um bis zum Bahnhof Leopoldau durchfahren zu können, genauso wie die Idee einer Regio Tram. Dazu wäre eine Verlängerung der Bahn über das Shoppingressort G3 und das Krankenhaus Nord bis Floridsdorf angedacht. Bettina Bergauer, NÖ Spitzenkandidatin der GRÜNEN für die EU-Wahl, warnt: „Uns drohen Milliarden Euro an Strafzahlungen, wenn wir die Klimaziele nicht erreichen. Das Geld wäre wesentlich besser in die Erneuerung der Bahn investiert.“

Überparteiliche Plattform

Johann Keminger, SPÖ Regionalmanager für den Wahlkreis Weinviertel, sieht hinter der Schließung ein System: "Anstatt in die langlebige Bahn zu investieren, werden Lkws und Busse angeschafft." Das Argument, mehr potenzielle Pendler im Zentrum zu erreichen, zieht für den langgedienten Kommunalpolitiker nicht. Er ist überzeugt, dass es zu Problemen für Anrainer führt: "Es ist nicht angenehm, wenn vor dem Fenster stündlich der Bus stehen bleibt." Keminger ist überzeugt, würde die Anschlusstaktung verbessert, könnte man mehr Menschen auf (die) Schiene bringen. Diese Infrastruktur, in die zum Teil gerade viel Geld geflossen ist, abzubauen, setzt Johann Keminger mit der Vernichtung von Volkseigentum gleich. Er will eine überparteiliche Plattform der Pendler zur Rettung der Regionalbahn.

Autor:

Karina Seidl-Deubner aus Mistelbach

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