Schweinbarther Kreuz
In 3 Schritten zur E-Bus-Region

Erich Hofer, (Auersthal), LR Ludwig Schleritzko und René Lobner
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  • Erich Hofer, (Auersthal), LR Ludwig Schleritzko und René Lobner
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MISTELBACH/GÄNSERNDORF. "Wenn eine Eisenbahn eingestellt wird, ist das kein Grund zur Freude", brachte Bürgermeister Erich Hofer aus der betroffenen Gemeinde Auersthal auf den Punkt. Viel Aufregung brachte die Ankündigung der ÖBB mit 15. Dezember den Verkehr am Schweinbarther Kreuz einzustellen. Neben einer Online Petition stellten ich namhafte Persönlichkeiten aus der Region hinter den Erhalt. 700 Fahrgäste pro Tag seien zu unwirtschaftlich. Ab 2.000 Personen würde es Sinn machen, erklärt die ÖBB.

Drei Schritte zur Modellregion

Was nun Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko und der Vorsitzende des Regionalverbandes sowie Gänserndorfs Bürgermeister René Lobner als Lösung präsentiert haben, kann als positiver Ersatz gerechnet werden. Im ersten Schritt wird ab September eine Doppelstruktur die Pendler auf den Umstieg auf die Buslinie vorbereiten. Ab Herbst 2020 soll mit der Neuausschreibung des VOR-Planes das Angebot um einen "Theater-Bus", der an das Wiener-U-Bahnnetz angeschlossen sein wird, sowie einen "Talente-Bus", der Schüler der Region zum BORG Deutsch-Wagram bringt, erweitert werden. Ein stündlich fahrender Bus wird Gänserndorf mit dem Krankenhaus in Mistelbach verbinden, Zwischenstationen auf dem Weg inklusive.
Ab Herbst 2021 avanciert die Gegend des Schweinbarther Kreuzes zur niederösterreichischen Modellregion: Hier werden die ersten E-Busse des Landes eingesetzt.

Konkrete Angebote

Die Busse werden wochentags im 30 Minuten-Takt zwischen Wolkersdorf und Raggendorf, sowie zischen Raggendorf – Matzen – Gänserndorf verkehren. Gefahren wird zwischen 4.30 Uhr und 22 Uhr. An den Wochenenden stündlich ab 6 beziehungsweise 7 Uhr. Weiters wird ein stündlich fahrender Bus von Bad Pirawarth nach Raggendorf über Schönkirchen nach Gänserndorf pendeln. 
Durch die Zustiegsmöglichkeiten in den Ortszentren erreicht man fußläufig fast dreimal so viele Menschen, wodurch man sich eine Attraktivierung des Öffentlichen Verkehrs erhofft.

Mobility Lab

In der ersten Phase werden die Busse vor allem das bestehende Angebot kompensieren. In dem Beratungsforum "Mobility Lab" wollen Bürgermeister und Verkehrsexperten das Angebot bedarfsorientiert optimieren. Verschlechterung des Status Quos soll das aber keine bedeuten, versichert Ludwig Schleritzko. Der Beobachtungszeitraum wird über zwei Jahre laufen.

Steigenden Kosten

Für das Land bedeutet die Neuregelung einen erheblichen Mehraufwand. Während die aktuelle Lösung der Regionalbahn auf 800.000 Euro pro Jahr kommt, wird man für das Bussystem im Endausbau 3,6 Millionen Euro jährlich berappen müssen.

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