LK Mistelbach
"Wir wollen eine FH Außenstelle"

Das Landesklinikum will auch weiterhin eine Ausbildungsstätte für den gehobenen Pflegedienst sein.

MISTELBACH. Die Pflegeausbildung hat eine lange Tradition in Mistelbach. Das ist gut so und diese möchte man auch fortführen. Eine Neustrukturierung der Ausbildung bringt den Standort aber in Bedrängnis. Die höhere Pflege wurde auf ein akademisches Niveau gehoben, der Lehrgang wird nun in den Fachhochschulen in Krems, St. Pölten und Wiener Neustadt angeboten. In Mistelbach werden in der Pflegeschule weiterhin die Ausbildungen zur Pflegeassistenz und Pflegefachassistenz angeboten. Die nächsten drei Diplomlehrgänge werden aber die letzten sein. Schon jetzt fällt man angesichts der Ausbildungsdauer von drei Jahren in ein kleines Loch, weiß der frischgebackene Pflegedirektor Christian Pleil. Ihm ist es ein Herzensanliegen die Synergien im größten Klinikum des Weinviertels auch für die Ausbildung zu nutzen und sich den personellen Nachwuchs vor Ort heranzuziehen.

Synergien nutzen

Auch wenn es derzeit keinen Engpass bei den Kräften des gehobenen Dienstes gibt, sieht man den Wegfall der Ausbildung am Standort mit großer Sorge. "Geht ein junger Mensch für seine Ausbildung erstmals für drei Jahre weg, wird es schwieriger ihn oder sie wieder zurück ins Weinviertel zu bekommen", zieht der Ärztliche Direktor Christian Cebulla persönliche Lebenumstände mit ins Kalkül.

Ministerium am Zug

Nun appelliert man an das Wissenschaftsministerium die optimalen Ressourcen, die das Landesklinikum als Ausbildungsstätte bietet, nicht für den gehobenen Dienst brach liegen zu lassen. Als Außenstelle einer Fachhochschule könnte man junge interessierte Menschen dort abholen, wo sie leben. "Man wird dabei auch mit kleineren Einheiten leben müssen. Wir können dann nicht drei Jahre warten bis der Kurs mit 20 Leuten vollgefüllt ist", weiß Cebulla um die höheren Kosten des kleinteiligen Systems. Doch könnte man kleinere Gruppen auch als Chance einer Qualitätssteigerung sehen. Die Bürgermeister der Region teilen den Wunsch der Krankenhausleitung und unterstützen das Anliegen mit einer Resolution.

Personalia

Christian Pleil ist als Pflegedirektor neu in der kollegialen Führung. Roman Beisser, lange Zeit als Pressesprecher von Landtagspräsident Karl Wilfing aktiv, kümmert sich nun um den ärztlichen Nachwuchs im Landesklinikum. Stefanie Weingartshofer übernimmt die Presseagenden von Barbara Schindler-Pfabigan, die als Regionssprecherin in die Landesagentur für Gesundheit wechselt.

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