LEADER
Weinviertel kann man lernen

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NIEDERKREUZSTETTEN. Dem Weinviertler Regionalbewusstsein und wie man es stärken könne, widmete Karl Wilfing seinen Vortrag. Gemeinsam mit den vier LEADER-Obmännern René Lobner (Region Marchfeld), Kurt Jantschitsch (Region Weinviertel Ost), Manfred Weinhappel (Region Weinviertel-Donauraum) und Johann Gartner (Region Weinviertel-Manhartsberg) wurde ein neues Projekt ins Leben gerufen.

Zielgruppe Weinviertel

Die gesamte Bevölkerung des Weinviertels, im speziellen SchülerInnen und Jugendliche, Zugezogene ins Weinviertel, Personen, die aus dem Weinviertel weggezogen sind, Betriebe (Landwirtschaft, Wirtschaft, Tourismus,etc.), alle Gemeinden des Weinviertels und regionale Organisationen werden in das Projekt eingebunden. Damit soll die Verbundenheit der Einwohnerinnen und Einwohner zum Weinviertel gestärkt, sowie das Selbstbewusstsein der weinviertler Bevölkerung gesteigert werden. Zudem erfolgt dabei auch die Stärkung der „Marke Weinviertel“ und alle Weinviertlerinnen und Weinviertler werden zu Multiplikatoren für das Weinviertel.

Einzigartig

Das Projekt „Regionsbewusstsein Weinviertel“ wird getragen von den vier LEADER-Regionen des Weinviertels mit seinen 122 Gemeinden.Die Weinviertlerinnen und Weinviertler sind geprägt durch die gemeinsame Geschichte, die Kultur und den Glauben. Und das Weinviertel selbst verfügt über einzigartige landschaftliche und kulturelle Schätze.

Die Kellergassen, unsere„Dörfer ohne Rauchfang“, sind ein unschätzbares Kulturgut mit ganz speziellem Flair. In Niederösterreich gibt es 1.107 Kellergassen mit 36.857 Gebäuden in 181 Gemeinden, dreiviertel davon im Weinviertel. Die sanfte Hügellandschaft lädt zum Radfahren und Entspannen ein.Erst in diesem Monat wurden zwei urtypische Weinviertler Bräuchein die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen: das „Ladumtragen“ der Mistelbacher Hauerzunft und „In d ́ Grean geh ́n“.

Weinviertel DAC

Mit dem Weinviertel DAC ist 2003 ein besonders großer Wurf gelungen, der den qualitätsvollen Grünen Veltliner mit dem typischen Pfefferl weit über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt und beliebt gemacht hat - ein Alleinstellungsmerkmal des Weinviertels. Das fruchtbare Land des Weinviertels ist eines der ältesten Siedlungsgebiete Österreichs und der älteste Weinort Österreichs liegt natürlich auch im Weinviertel. In Stillfried-Grub wurden 3.000 Jahre alte Kerne kultivierter Trauben gefunden. Die Bernsteinstraße ist ein Begriff für sich. Weiters verfügt das Weinviertel über das größte Niederwildvorkommen Europas. In den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts wurde auch mit Anbau von Marillen begonnen, sodass das Weinviertel in der Zwischenzeit zu den größten Anbaugebieten Österreichs gehört.
Das Marchfeld ist nach wie vor die Kornkammer und der Gemüsgarten Österreichs. Und auch so manche österreichische Biersorte entsteht aus weinviertler Braugerste. Ein mehrgängiges Menü in den Weingärten bei „Tafeln im Weinviertel“ ist ein Erlebnis der Sonderklasse und eine Erfolgsgeschichte für sich.

Landesausstellung

Die Landesausstellung 2013 in Poysdorf und Asparn an der Zaya war eine große Chance für das Weinviertel als sanftes Tourismusgebiet, die bestens genutzt wurde.Diese Besonderheiten und Einzigartigkeiten des Weinviertels sollen im Bewusstsein der Bewohnerinnen und Bewohner nachhaltig verankert werden - durch gemeinsames Tun und Sichtbarmachung unserer regionalen Schätze.
Ab sofort ist das Weinviertel Logo nicht nur mehr ein Touristisches, sondern ein Logo für das ganze Weinviertel, auch zur Bewerbung des Weinviertels nach innen.
„Das Weinviertel gibt mir Kraft und ist meine Inspiration. Hier fühle ich eine tiefe Verbundenheit zu den Menschen, hier ist meine Familie, hier leben viele meiner Freunde und nicht zuletzt gibt es hier den besten Wein. Außerdem hat es unser Weinviertel verdient, dass man stolz darauf ist, denn es bietet uns so viel Einzigartiges“, ist Präsident Wilfing überzeugt.

Maßnahmen

Mit folgenden Mitteln und Maßnahmen soll das Ziel erreicht werden, das Bewusstsein für das Weinviertel deutlich zu erhöhen: 

  • Durch die Bereitstellung fundierten Wissens über das Weinviertel soll die Identifikation mit der eigenen Heimat gestärkt werden. Dieses Regionswissen – in kurzen prägnanten Stories aufbereitet – wird zur laufenden Bewusstseinsbildung für die weinviertler Bevölkerung, Betriebe etc. und für Postings in sozialen Medien, für Presseartikel, Infos für Gemeindezeitungen, etc. genutzt.
  • Durch Kooperationen mit weinviertler Medien (Print und Online) soll gezielt bei den WeinviertlerInnen Bewusstsein für das Weinviertel geschaffen werden. 
  • Durch Social Media- und Plakat-Kampagnen. 
  • Für die Bewusstseinsbildung an Schulen, besonders für die Volksschulen der Region sollenAnschauungs- und Lernmaterialien erstellt werden. Zusätzlich wird eine Weinviertel-Landkarte mit den Hot - Spots der Region als Schaukarte für den Klassenraum kindergerecht aufbereitet. 

Weiters soll es eine interaktive Weinviertel-Karte geben, präsentiert auf der Plattformwww.lebenswertes-weinviertel.at.

  • Ähnlich der Verfilmung „Die Sendung mit der Maus“ werden Weinviertel-Themen kindergerechtverfilmt. Die Filme werden auf Youtube sowie auf den Webseiten des östlichen Weinviertels zur
    Verfügung gestellt und stehen auch den Schulen der Region für Lehrzwecke zu Verfügung.
  • Es soll es ein Kindermagazin für 3 – 8-Jährige geben. Leitfigur des Magazins soll das weinviertlerKindermaskottchen Betty Bernstein sein. In den Neuen Mittelschulen und Unterstufengymnasien der Region werden im Rahmen des Projektes Film - und Aufsatzwettbewerbe durchgeführt. 
  • Speziell für Kinder werden Weinviertel-Buttons zum Anstecken erstellt. Diese Buttons können z.B. im Rahmen von Ferienspielen als Namens - Buttons verwendet werden oder einfach so als cooler Anstecker. 
  • Es werden - neben z.B. Weinviertel Hut, Weinviertel-Liegestuhl,... - neue Imageartikel an stark frequentierten Plätzen (Ausflugsziele, Souvenirshops, Gastronomie, und in Geschäften in der Region angeboten und verkauft. 

Fahnen

Jede der 122 Gemeinden erhält eine Fahne mit dem Weinviertel-Logo, die vor jedem Gemeindeamt bzw. an öffentlichen oder stark frequentierten Plätzen wehen soll. Damit soll das Bewusstsein der Ortsbevölkerung erhöht werden und auch Besucherinnen und Besuchern einer Gemeinde oder eines Ausflugszieles wird dieses sichtbare Zeichen auffallen. Ab Frühjahr 2020 werden in allen weinviertler Gemeinden die Weinviertel-Fahne gehisst. Auch gebrandete Tragetaschen, Aufkleber etc. sollen produziert werden.Für Neugeborene wird es Bodys mit dem Schriftzug „Ich bin ein echter Weinviertler“ als Geschenk für „Neubürger“ in den Gemeinden geben.
Aber auch Veranstaltungen sollen im Weinviertel-Design gehalten werden, von der Verpflegung – Traubensaft statt Limo - bis zum Gesamt-Look der Veranstaltung.
Das Weinviertel hat damit die Chance, sich als Gegenpol zum Großstadt-Tourismus zu platzieren, wo der Massentourismus keinen Einzug findet und die ländliche Idylle im Vordergrund steht.
„Wenn wir unser Ziel erreichen, bewusst Weinviertler zu sein und den Weinviertel-Spirit zu leben, dann profitieren wir letztlich alle davon, weil unsere regionale Wirtschaft aufblühen wird, weil wir bewusster Zeit in unserem Weinviertel verbringen und Geld hier ausgeben, den Verkauf regionaler Produkte fördern und durch unsere neu gewonnene Strahlkraft nach außen auch noch interessanter für Gäste aus dem Umland und ganz Österreich werden,“ betont Präsident Wilfing zum Abschluss.

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