06.12.2017, 00:00 Uhr

A 5: Carlo Wilfing am Ziel

(Foto: Ilse Reitner)

Ein Name ist untrennbar mit der Weinviertelautobahn verbunden: Karl Wilfing.

BEZIRK MISTELBACH. Die Wiege der A5 Weinviertelautobahn in ihrer heutigen Form steht im Schrattenberger Gasthaus Karner. Karl Wilfing freute sich über die breite Zustimmung zu seiner Person im Landtagswahlkampf 1998. Dafür wollte er sich revanchieren und stellte die Frage: Was wollt ihr? Die Antwort war: Die Autobahn!

Überzeugungsarbeit

Von diesem Tag an verknüpfte der umtriebige Landespolitiker sein Wirken mit dem Projekt A5. Schon erste Stimmungsbilder der Bevölkerung zeigten breite Unterstützung. Unter den lokalen Entscheidungsträgern war diese allerdings nicht überall gegeben. "Es war keineswegs eine g'mahte Wiesen", erinnert sich Wilfing. Erst nach einiger Zeit unterstützte auch der damalige Nationalratsabgeordnete und Euregio-Vorsitzende Hannes Bauer (SPÖ) die Idee.

Trassenlegung

"Wichtig war, dass wir uns rasch auf eine Trasse einigen konnten", ist Karl Wilfing überzeugt. Für jene entlang der Brünner Straße über Drasenhofen entschied man sich im Februar 1999. Laa sollte mit einer direkten Anbindung entschädigt werden.
Eines war von Beginn an klar: Es braucht auch eine Anbindung an das tschechische Autobahnnetz. "Der Kreis Südmähren unterstützt den Lückenschluss, aber Tschechien scheint kein Geld zu haben", vermutet Wilfing, der selbst mehrmals in Prag Gespräche führte.
Immer dann, wenn das Projekt ins Stocken geriet – wie durch die Wirtschaftskrise, als der Lkw-Verkehr um 20 Prozent zurückging –, mobilisierte der Landespolitiker zu Demonstrationen. Er griff zum Hörer, wenn sich Arbeitsschritte verzögerten. "Jedes zweite graue Haar hab ich von der Autobahn", nimmt er es heute mit Humor.
Karina Seidl

Mehr Bilder zur Eröffnungsfeier
https://www.meinbezirk.at/mistelbach/politik/ein-j...
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.