17.10.2017, 09:51 Uhr

A5: Sperre nach der Eröffnung

Eine Nebenbestimmung im Vertrag zur Umfahrung Drasenhofen könnte zur Sperre der A5 führen.

BEZIRK MISTELBACH. Freigegeben am 8. Dezember 2017. Geschlossen am 8. Dezember 2018. Das könnten die Daten des Bauabschnitts A5 Nord A zwischen Schrick und Poysbrunn sein.

Klausel im Vertrag

Im Errichtungsbescheid wurde dieser Teilabschnitt mit der Umfahrung Drasenhofen verknüpft. Wird diese binnen eines Jahres nach der Verkehrsfreigabe des Abschnitts A5 Nord A nicht fertiggestellt, muss der freie Abschnitt wieder geschlossen werden. "Die Klausel wurde humanmedizinisch begründet, allerdings nicht durchdacht", ist sich Umweltaktivist Wolfgang Rehm von VIRUS sicher.

Kompensation

"Die ASFINAG hat 2016, als erkennbar war, dass die Frist nicht einhaltbar ist, ein UVP-Projektänderungsverfahren eingereicht, damit diese Frist von einem Jahr entfällt. Als Kompensationsmaßnahmen werden Anrainern der Ortsdurchfahrt in Drasenhofen Lärmschutzfenster angeboten", erklärt Christoph Pollinger von der ASFINAG. Er ist überzeugt, dass die Drasenhofner davon doppelt profitieren würden: Zum einen wird die Umfahrung gebaut und sie bekommen Lärmschutzfenster.


Vier Einsprüche

Vier Beschwerden, durch Forum Wissenschaft und Umwelt, Virus und zwei von tschechischer Seite, könnten die Streichung der Nebenbestimmung allerdings kippen, was eine Schließung der A5 nach einem Jahr zur Folge hätte.
Eine Stellungnahme des Bundesverwaltungsgerichts soll in den nächsten Tagen Klarheit darüber bringen. Landesrat Karl Wilfing zweifelt nicht, dass diese positiv ausfallen wird: "Das macht uns kein Kopfzerbrechen."
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