06.04.2017, 09:33 Uhr

Biber zu verschenken

Taskforce Biber: Josef Sieghart, Lisi Perschl, Katharina Pock, Jagdleiter Lambert Strobl, Leopold Toifl, GR Hannes Gepp

So putzig diese Nagetiere auch sind, ihre Lebensweise macht in einem kleinräumigen Biotop keine Freude.

KREUZSTETTEN (gdi). Er ist unglaublich fleißig und vollbringt jede Nacht wahre Kraftakte: der Biber, vermutlich mit Familie, welcher ein Biotop am Naturschutzlehrpfad in Kreuzstetten als Wohnort ausgesucht hat. Grundsätzlich ist die Nützung und Besiedelung dieser Wasserstelle beabsichtigt und willkommen, ein Biber jedoch bringt durch seine Bautätigkeiten den Fortbestand des Ökosystemes Biotop in Gefahr.

Hälfte aller Bäume gefällt
"Vor allem jetzt im Frühjahr ist wieder zu beobachten, dass von diesen Nagern fast täglich ein Baum gefällt wird, teils von beachtlicher Größe," berichtet Josef Sieghart, der den Baumverlust seit langem mitverfolgt und dokumentiert. "Außerdem errichten sie am Steinbach, der das Biotop speist, immer wieder Dämme, wodurch die angrenzenden Felder überflutet werden." Da nun bereits rund die Hälfte aller Bäume in dieser ökologischen Kleinzone gefallen sind, war dringend Handlungsbedarf angesagt. Im Rahmen des Arbeitskreises G21 wurde von der Gruppe Umwelt und Energie gemeinsam mit den Oberreuzstetter Jägern die Rettung der verbliebenen Bäume durch Einzäunung mit bissfestem Gitter durchgeführt. Rund 35 Bäume tragen nun um den Stamm einen Gittermantel, der über einen Meter hoch ist und vor Verbiss schützt, wie es auch bereits am Marchfeldkanal erfolgreich praktiziert wird.
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