15.09.2014, 14:38 Uhr

Patriarch maßregelte Sohn (20)

Erster Staatsanwalt Friedrich Köhl war mit vorläufiger Verfahrenseinstellung einverstanden. (Foto: mr)

PKW der Mutter ohne Sanktus des Familienoberhauptes verwendet.

MISTELBACH/KORNEUBURG (mr). Den österreichischen Staatsbürger Abdulgamil H. (53) erzürnte es, dass sein 20-jähriger Sohn Philipp nur die Zustimmung der Mutter eingeholt hatte, den auf sie zugelassenen PKW zu verwenden und auf die Genehmigung durch das Familienoberhaupt gepfiffen hatte.

Mit Drahtesel verfolgt
Da er das Ziel des unbotmäßigen Sprösslings zu kennen glaubte, strampelte er mit dem Drahtesel nach und traf ihn tatsächlich wie vermutet bei dessen Geliebter an. Bei der folgenden körperlichen Züchtigung erlitt Philipp leichte Verletzungen (Kratzspuren) am Hals und im Gesicht. Mit Zustimmung des Staatsanwaltes stellte der Korneuburger Richter Manfred Hohenecker das Strafverfahren gegen den bislang unbescholtenen Patriarchen für eine zweijährige Probezeit vorläufig ein. Der Sohnemann bekommt symbolische 50 Euro Schmerzensgeld.
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