19.01.2018, 14:34 Uhr

Schweinepest: Schutz bleibt aufrecht

(Foto: www.agricult.at)
BEZIRK (ks). Im Sommer schlug das Gesundheitsministerium Alarm: Unweit der österreichischen Grenze in Tschechien sind bei Wildschweinen Fälle von Schweinepest aufgetreten. Seither gelten für Hausschweine verschärfte Haltevorschriften.
Anfangs galt Stallpflicht für alle Tiere. Mittlerweile ist die Freilandhaltung der Tiere genehmigungspflichtig, aber wieder gestattet. Allerdings gesichert hinter einem doppelten Zaun. "Diese Schutzmaßnahmen werden so aufrecht bleiben", erklärt Mistelbachs Amtstierarzt Christoph Cenker.
Um ein Einschleppen der Seuche zu verhindern, appelliert der Amtstierarzt an den Hausverstand: "Wenn Bauern im gefährdeten Gebiet jagen und dann mit denselben Schuhen in den Stall gehen, werden wir die Seuche bekommen."

Disziplin

Familie Klapka aus Altruppersdorf produziert seit Generationen Schweinefleisch. Tierwohl liegt ihnen dabei sehr am Herzen, wirkt es sich doch auch direkt auf die Qualität des Fleisches aus. "Unsere Schweine werden ausschließlich mit gentechnikfreiem Futter versorgt und antibiotikafrei behandelt", betont Stefan Klapka.
Solange die Seuche unter Wildschweinen bleibt, wähnt sich der Schweinebauer in Sicherheit. Sollte die Krankheit auf Hausschweine übergreifen, wird die Situation aber dramatisch. "Die Tiere im betroffenen Betrieb werden notgeschlachtet. Den finanziellen Verlust trägt die Seuchenkasse. Alle anderen Ställe werden aber unter Quarantäne gestellt", erklärt Klapka. Das Zeitfenster, in dem die Tiere ihr Idealgewicht erreichen, ist gerade mal drei Wochen lang. Die Verkaufssperre beträgt allerdings 40 Tage.
Der Altruppersdorfer steht voll hinter den Vorsichtsmaßnahmen. Er appelliert an alle Schweinehalter, diese ernst zu nehmen: "Nur wenn alle sich an die verordneten Regeln halten, können wir ein Einschleppen verhindern."

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