06.10.2014, 15:01 Uhr

Weggeworfener "Tschick" verriet Täter 4 Jahre später

Polnischer Lügenbaron hatte für alles Ausreden parat – Schöffengericht nahm sie ihm nicht ab. (Foto: mr)
OTTENTHAL/KORNEUBURG (mr). Der zur Tatzeit im Jahr 2010 damals 24-j. Pole Pawel J. hat wohl nicht damit gerechnet, dass er vier Jahre später für Einbrüche in bäuerliche Anwesen in Ottenthal zur Verantwortung gezogen wird, wo er vorwiegend Elektrowerkzeuge und Motorsägen erbeutete. Die an den Tatorten sichergestellten Zigarettenstummel, führten erst 2013 zu einem Treffer, als deutsche Behörden sein DNA-Profil in die internationale Datenbank einstellten. 2014 wurde der Pole an Österreich ausgeliefert.

War niemals in Österreich
Das behauptete der Pole und bot eine Erklärung für die Zigarettenstummel mit seinem DNA-Profil an: Landsleute hätten Stummel gesammelt, um an Tatorten falsche Spuren zu legen. Auch der Vorhalt, dass seine Personaldaten bei einer Verkehrskontrolle im Jahr 2010 im Bezirk festgehalten wurden, beeindruckte Baron Münchhausen wenig: "Da war jemand mit gefälschten Papieren unterwegs."
Der Schöffensenat sah das anders und verurteilte ihn wegen gewerbsmäßigen Einbruchsdiebstahls und verhängte als Zusatzstrafe zu einer Strafe in Holland ein Jahr unbedingte Haft.
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