26.06.2017, 05:54 Uhr

Wind weht Worte. Haiku am Windrad

Rudi Weiß, Haiku Gewinnerinnen Ariel Perutz, Sylvia Bacher und Renate Ulmer, sowie Herbert Marko

In einem sanft wellenförmigen Gebiet, das bei Einheimischen "Alaska" genannt wird, kann man in Lyrik auf Windrädern schwelgen.

KREUZSTETTEN/HIPPLES/HERRNLEIS (gdi).Im Rahmen des Weinviertelfestivals 2017 wurde von der Windkraft Simonsfeld zu einem Lyrik Wettbewerb mit dem Thema „Die Kraft des Windes“ aufgerufen. Ziel war es ein kurzes Naturgedicht zu verfassen, das strengen formalen und inhaltlichen Kriterien unterliegt und das als die kürzeste lyrische Form der Welt gilt. Solche Gedichte werden Haiku genannt. Ideengeber dazu waren der Weinviertler Autor Rudi Weiß sowie Herbert Marko. Weiß: "Seit über 15 Jahren ist von mir ein Gedicht auf einem Windrad zu lesen, damals auf Anregung von Georg Hartmann von der Windkraft Simonsfeld. Daraus entstand die Idee des Haiku Themenweges im Windpark Kreuzstetten."

Haiku auf Windräder affichiert
Aus 600 Einsendungen wurden durch eine Fachjury der österreichischen Haiku-Gesellschaft acht Siegertexte ausgewählt, deren Verfasser aus Deutschland, Rumänien und Österreich stammen. Auf einem 5,5 Kilometer langen Rundwanderweg zwischen Hipples, Herrnleis und Kreuzstetten wurden auf den Stützen von acht Windkraftanlagen die Texte affichiert. Der österreichweit erste Haiku Rundwanderweg ist von Martin Steininger, Vorstand der Windkraft Simonsfeld und Adolf Viktorik, Bürgermeister von Kreuzstetten eröffnet worden und kann nun erwandert oder mit dem Rad befahren werden. Viktorik freute sich, dass Kreuzstetten nun über einen originellen Themenweg verfügt, den es so kein zweites Mal in Österreich gibt: „Eine gelungene Symbiose von Stromerzeugung, sanftem Tourismus und Literatur.“
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