29.01.2018, 16:16 Uhr

Landtagswahl: die Ergebnisse im Bezirk Mistelbach

(Foto: Archiv)

47.438 Mistelbacher gaben ihre Stimme ab: Zugewinne für FPÖ, ansonsten wenig Veränderung.

BEZIRK MISTELBACH. Die Landtagswahl 2018 ist geschlagen. Im Bezirk Mistelbach weichen die Ergebnisse kaum von jenen von 2013 ab.




Die ÖVP holt 57,05 % der Stimmen (–0,23 %), die SPÖ bringt es auf 19,56 % (+0,50 %), die meisten Stimmenzugewinne gibt es für die FPÖ, sie erreicht 13,76 % (+5,96 %). Die Grünen verlieren 1,06 % und bekamen nur von 5,72 % der Wähler die Stimme. Die NEOS erreichen auf Anhieb 3,91 % der Stimmen. Landesrat Karl Wilfing aus Wetzelsdorf freut sich: "Ein großartiges Ergebnis für Niederösterreich und das Weinviertel. Unsere Kandidaten sind rund um die Uhr gelaufen. Das hat sich gelohnt: Dort, wo wir Kandidaten hatten, haben wir auch zugelegt. Das ist eine kraftvolle Stärkung des Miteinanders in unserem Land. In Hausbrunn sind wir sogar bis auf 5 Stimmen an die SPÖ herangekommen und die SPÖ hat in der Heimatgemeinde ihrer Vorsitzenden Melanie Erasim erneut verloren. Besonders freue ich mich aber über das Ergebnis in meiner Heimatgemeinde Poysdorf, wo wir 69 % erreicht haben – das beste Stadtergebnis Niederösterreichs." Fix im Landtag vertreten sein wird Manfred Schulz, er erreichte 6.227 Vorzugsstimmen. Aber auch Kurt Hackl, der um sein Mandat zittern musste, wird voraussichtlich das Landeslistenmandat des Wirtschaftsbundes erhalten, da er mit Abstand die meisten Vorzugsstimmen sammeln konnte (4.814 Vorzugsstimmen).

FPÖ und SPÖ jubeln
Christian Nikodym von der SPÖ ist mit dem Ergebnis zufrieden. "Unser Weg geht in die richtige Richtung, ich würde mir sehr wünschen, dass in Zukunft Gemeinden mit SPÖ-Bürgermeister gleichbehandelt werden wie Gemeinden mit ÖVP-Bürgermeister." Ganz besonders freuen darf sich FPÖ-Bezirksparteiobmann Michael Bernard aus Poysdorf, er zieht in den Landtag oder Bundesrat ein. "Die Entscheidung ist noch nicht gefallen, ich werde aber den Bezirk Mistelbach mit ganzem Herzen vertreten und das in uns gesetzte Vertrauen umsetzen." Auch Christian Schrefel von den Grünen klagt nicht: "Wir haben das Jahr 2017 gut abgeschlossen, die Wähler haben damit gezeigt, dass die Marke Grün lebt und weiter vertreten sein soll."

NEOS im Landtag

Auch Daniela Gschwindl von den NEOS ist mit dem Ergebnis zufrieden: "Ich denke, viele Bürger sehen unser Land so wie wir. Es hat viele schöne Seiten, aber es gibt auch eine Kehrseite – das sind die Schulden, die Abhängigkeiten und die mangelnde Kontrolle, gerade was die Finanzen betrifft. In den letzten Wochen haben wir viele Menschen getroffen, die etwas schaffen wollen in NÖ, denen es aber schwergemacht wird – darunter viele Arbeitgeber. Nach 20 Jahren gibt es wieder eine liberale Bewegung im Landtag."
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