04.01.2018, 18:58 Uhr

Nach Autobahn A5 folgt Ausbau der Schnellbahn S2

Karl Mechtler, Manfred Schulz, Karl Wilfing, Kurt Hackl und Wolfgang Schroll
Wilfing: „Ausbau der Laaer Ostbahn soll rasch starten“

„Jetzt soll die zweite wichtige Bahnlinie für das Weinviertel – die Laaer Ostbahn – infrastrukturell aufgewertet werden, um weitere Taktverdichtungen auf der Strecke vorzunehmen“, kündigt Verkehrslandesrat Karl Wilfing in einem Pressegespräch mit VOR-Geschäftsführer Wolfgang Schroll unter dem Beisein der beiden Landtagsabgeordneten Kurt Hackl und Manfred Schulz sowie Karl Mechtler von der Pendlerinitiative Ladendorf an.

Weil es sich um eine eingleisige Strecke handelt können keine Taktverdichtung bis Laa vorgenommen werden. Zusätzlich kommt es oft dazu, dass Verspätungen, die in Wien auf der Stammstrecke ausgelöst werden, sich bis Laa an der Thaya fortsetzen.
„Daher werden wir an zwei Punkten ansetzen: Einerseits brauchen wir eine zusätzliche S-Bahn-Stammstrecke durch Wien und andererseits den Ausbau von Kreuzungsbahnhöfen zwischen Hautzendorf und Ladendorf, damit dort zwei Züge aneinander vorbeifahren können“, gab Wilfing bekannt. Damit könne auf der Strecke ein durchgängiger halbstündiger Taktfahrplan angeboten werden. Die Kosten für die Kreuzungsbahnhöfe bezifferte Wilfing auf rund 100 Millionen Euro. Die Fertigstellung soll in fünf Jahren sein. Die Attraktivierung der Laaer Ostbahn sei erstmals auch in einem Vertrag mit den ÖBB festgehalten.

„Was die zusätzliche S-Bahn-Stammstrecke betrifft, werden bereits konkrete Planungsarbeiten in der Planungsgemeinschaft Ost (PGO) vorgenommen. Das Weinviertel erfährt in den kommenden Jahren große Investitionen im Bereich des öffentlichen Verkehrs“, erklärte VOR Geschäftsführer Wolfgang Schroll.

Alleine die Nordbahn wird bis 2026 um rund 600 Millionen Euro infrastrukturell modernisiert. Damit werden die Bahnhöfe erneuert, die Strecke für höhere Geschwindigkeiten angepasst und auch Eisenbahnkreuzungen durch Unterführungen ersetzt. Insgesamt stehen für das gesamte Weinviertel 21 Bahnlinien und 147 Buslinien mit 1.660 Haltestellen sowie 12.200 P&R-Stellplätzen zur Verfügung. „Bis 2021 werden wir weitere 1.800 PKW-Stellplätze im Weinviertel errichten, weil wir den Umstieg auf die öffentlichen Verkehrsmittel aktiv fördern wollen und der steigenden Fahrgastzahl Rechnung getragen werden müsse“, so der Verkehrslandesrat.

VOR Geschäftsführer Wolfgang Schroll führte aus, dass sich auch im Bereich Bus sehr vieles getan habe. Während früher nur Schüler zur Schule gebracht wurden, fungieren Busse heute auch als Werksverkehr, als Zubringer zur Bahn oder auch als Ergänzungsverkehr zu bestehenden Bahnlinien.
„Wir planen das Bus-System komplett neu und nehmen transparente Ausschreibungen unter dem Bestbieter-Prinzip vor“, so Schroll.
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