Fridays for Future

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WIEN/MÖDLING. Die Regionalgruppe Mödling war am Freitag, den 19. März beim Klimastreik am Ring lautstark mit dabei. Klimaschutz bedeutet auch Schutz der Gesundheit. Obwohl Österreich zum Schutz der Gesundheit im Falle von massiven Umwelteinflüssen verpflichtet ist, kann der unzureichende Klimaschutz in Österreich rechtlich nicht angefochten werden.

FFF unterstützt Klimaklage

Der an Multiple Sklerose erkrankte Mex M. zieht mit Rechtsanwältin Michaela Krömer vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR), da der österreichische Staat seine Grundrechte auf Leben und Gesundheit nicht adäquat vor der Klimakrise schützt. Die Klimaklage könnte laut Manfred Nowak vom Wiener Forum für Demokratie und Menschenrechte wegweisend für weitere Klimaklagen vor dem EGMR werden. "Fridays For Future" Österreich organisierte dafür eine Crowdfunding-Kampagne. Die Mödlinger Aktivistin Paula D. erklärt, warum FFF das Verfahren unterstützt: “Nach mehr als zwei Jahren Klimastreiks ist es für uns absurd, dass die Politik immer noch ungestraft mit Klimaschutz-Blockaden davon kommt. Umso ermutigender finden wir, dass Menschen wie Mex M. für Recht auf eine lebenswerte Zukunft kämpfen.” www.klimaklage.at

Rechtsanwältin Michaela Krömer und Mex M. kämpfen für das Grundrecht auf Leben und Gesundheit.
  • Rechtsanwältin Michaela Krömer und Mex M. kämpfen für das Grundrecht auf Leben und Gesundheit.
  • hochgeladen von Maria Ecker

Gefahr für die Grundrechte

Mex M. leidet an einer temperaturabhängigen Form von Multipler Sklerose, auch Uhthoff-Phänomen genannt. Die vom Menschen verursachte Erderhitzung beeinträchtigt sein Leben daher heute schon erheblich. “Ich habe MS. Die Temperaturen da draußen haben echte Auswirkungen auf mich. Ab 25°C sitze ich im Rollstuhl. Das heißt: Ich bin jetzt schon von der Klimakrise betroffen und in Zukunft noch viel stärker. Ich bin nicht gerne hilflos und noch weniger gerne rechtlos. Darum war ich entsetzt, als ich festgestellt habe, dass es einen Schaden gibt, den Gerichte derzeit nicht anerkennen. Die Klimakrise ist kein Schicksal. Und nur, wenn der Klimaschutz zu einem Menschenrecht wird, haben wir alle etwas in der Hand, um nicht hilflos zu sein. Darum reiche ich diese Beschwerde ein”, erklärt er. “Die Klimakrise ist auch eine Krise der Grund- und Menschenrechte. Unsere Grundrechte müssen einen Schutz vor der größten Bedrohung der Menschheit bieten, andernfalls werden sie an ihrer Bedeutung verlieren. Mex M. steht beispielhaft für die Millionen von Menschen, die sowohl heute als auch in Zukunft konkret betroffen sind. Die Klimakrise ist weder ein Schicksal, noch ein rechtsleerer Raum”, so Rechtsanwältin Michaela Krömer. Die Beschwerde wird im April eingereicht.

Links

https://klimaklage.fridaysforfuture.at
https://www.instagram.com/fridaysforfuturevienna/

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