Klimaschutz
Perchtoldsdorf an vorderster Front

Klimabündnis-Gemeinde initiator Bürgermeister Martin Schuster (ÖVP) (2.v.li.), gemeinsam mit dem Meteorologen und TV-Moderator Andreas Jäger (2.v.re.), sowie den geschäftsführenden Gemeinderäten Christian Apl (GRÜNE) (li.) und Alexander Nowotny (ÖVP) (re.)
  • Klimabündnis-Gemeinde initiator Bürgermeister Martin Schuster (ÖVP) (2.v.li.), gemeinsam mit dem Meteorologen und TV-Moderator Andreas Jäger (2.v.re.), sowie den geschäftsführenden Gemeinderäten Christian Apl (GRÜNE) (li.) und Alexander Nowotny (ÖVP) (re.)
  • Foto: MGP - Ing. Paminger
  • hochgeladen von Herwig Heider

Seit 25 Jahren ist Perchtoldsdorf Klimabündnis-Gemeinde. Aus diesem Anlass lud Bürgermeister Martin Schuster am 25. November 2019 in den Neuen Burgsaal zum Klima-Fest „Perchtoldsdorf 4 future - Gemeinsam für mehr Lebensqualität“ ein.

In seiner Einleitung ließ Martin Schuster bereits Erreichtes Revue passieren und gab Ausblicke in die Zukunft. „Abseits der eher hitzig geführten Diskussionen rund um das Thema Klimawandel sind wir uns wohl alle darüber einig, dass wir für ein qualitätsvolles Leben eine intakte Umwelt brauchen und dass wir nachfolgenden Generationen eine möglichst unversehrte Lebenswelt hinterlassen möchten“, so Schuster.

Der bekannte TV-Moderator und Meteorologe Andreas Jäger gab anschließend in einem interessanten und kurzweiligen Vortrag Einblicke in grundlegende Prozesse, die hinter dem Klimawandel stecken. "Alle seriösen wissenschaftlichen Rechenmodellen weisen aus, dass eine menschengemachte Klimaänderung existiert. Zu den bereits zu beobachtenden Folgen der globalen Erwärmung gehören die Meereis- und Gletscherschmelze, damit verbunden ein Meeresspiegelanstieg, das Auftauen von Permafrostböden, wachsende Dürrezonen und zunehmende Wetter-Extreme mit entsprechenden Auswirkungen. Es gibt auch sogenannte Kippfaktoren, die die globale Erwärmung ihrerseits wieder enorm beschleunigen, etwa die Freisetzung von Methan aus den aufgetauten Permafrostböden", so Jäger in seinem Vortrag. Er ließ, durchaus emotional, keinen Zweifel daran, was er von Leugnern der laufenden Klimawandels hält und bekam dafür vom Großteil des Publikums tosenden Applaus.

Vor und nach den Vorträgen wurden im Foyer des Neuen Burgsaals von Vereinen, der Marktgemeinde und Wirtschaftsbetrieben verschiedene lokale Umwelt- und Klimaschutzaktivitäten präsentiert.

Perchtoldsdorf ist bereits seit 25 Jahren Klimabündnis-Gemeinde. Initiator war der damalige Umweltreferent und heutige Bürgermeister Martin Schuster. Viele Projekte wurden seit 1994 umgesetzt. Seit 1997 gibt es etwa die Förderung von VOR-Jahreskarten und 1998 wurde die erste Photopvoltaik-Gemeinschaftsanlage errichtet. Wenig später wurde das erste E-Auto durch die Gemeinde in Dienst gestellt.

Besonders viel ist aber in jüngeren Vergangenheit geschehen. Wie im Programm „Energieautark 2020“ festgelegt, wurden alle öffentlichen Gebäude an das Nah-Wärmenetz angeschlossen, das ausschließlich mit erneuerbaren Energieträgern – u.a. mit Holz aus dem gemeindeeigenen Wald - beheizt wird. Eine österreichweite Pionierleistung war die Umstellung auf energiesparende LED-Leuchtkörper bei der öffentlichen Straßenbeleuchtung und in den öffentlichen Gebäuden. Die damit verbunden Stromeinsparung beträgt über 80 Prozent bei gleichbleibenden Wartungskosten. Gleichzeitig wurde eine Energie-Buchhaltung aufgebaut um die Einsparungen zu dokumentieren.

Für eine verstärkte Nutzung der Sonnenenergie wurden die Fotovoltaik-Flächen in den letzten Jahren, unter anderem mit Bürgerbeteiligungsmodellen, vervielfacht. Elektroautos und E-Tankstellen wurden für den gemeindeeigenen Fuhrpark und für das neue, gemeindeübergreifende E-CarsEharing-Modell angeschafft.

Der Perchtoldsdorfer Gemeinderat hat im Juni 2019 mit einstimmigem Beschluss ein europaweit viel beachtetes "Klimamanifest" verabschiedet. Darin hat sich die Marktgemeinde Perchtoldsdorf weitere Selbstverpflichtungen auferlegt, die die bisherigen Klimaschutzmassnahmen noch verstärken.
So werden die Gemeindetätigkeiten nach der Klimarelevanz priorisiert. Bei den in Ausarbeitung befindlichen neuen Bebauungsvorschriften werden Energiehaushalt, Bodenversiegelung, Fassaden- und Dachflächengestaltung besondere Berücksichtigung finden. Die Begrünung des öffentlichen Raumes ist ein weiterer Schwerpunkt, wobei Baum-Patenschaften eine Möglichkeit zu privater Mitwirkung bieten werden.
Zum fb-Video "Klimapolitik ganz oben in Gemeinden"

Autor:

Herwig Heider aus Mödling

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