Serie 'Steig ein'
Sicherheit auf Mödlings Straßen

Mit dem neuen Viadukt in der Guntramsdorfer Straße wurde 2019 eine Gefahrenstelle zwischen Mödling und Guntramsdorf entschärft.
  • Mit dem neuen Viadukt in der Guntramsdorfer Straße wurde 2019 eine Gefahrenstelle zwischen Mödling und Guntramsdorf entschärft.
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  • hochgeladen von Rainer Hirss

BEZIRK MÖDLING. Oft reichen schon ein paar Striche, um die Unfallzahl an einem Hotspot deutlich zu senken. Von Bodenmarkierungen über Verkehrszeichen bis hin zu größeren Umbauten, rund 100 Gefahrenstellen entschärft der NÖ Straßendienst pro Jahr. Das ist auch notwendig, denn im vergangenen Jahr sind in Niederösterreich 101 Menschen bei Unfällen gestorben. Auch die aktuelle Jahresbilanz für den Bezirk Mödling öffnet die Augen: 635 mal hat es bei uns gekracht, 803 Menschen sind dabei verletzt worden, für fünf Menschen endeten Unfälle tragischerweise tödlich. Die meisten Unfälle im Bezirk passieren freilich dort, wo auch der meiste Verkehr ist: So führen Wiener Neudorf (mit 111 Unfällen und 150 Verletzten) und Vösendorf (142 Verletzte bei 113 Unfällen, zwei Todesopfer) die Gemeindestatistik an. Hauptverantwortlich dafür sind natürlich die Unfälle auf der Südautobahn, die vor allem im Morgenverkehr schon fast zur Tagesordnung gehören. Abseits der A2 sind die Kreuzungen der B17, neben Vösendorf und Wr. Neudorf auch in Guntramsdorf, Unfall-Hotspots. In der Bezirkshauptstadt gab es 2019 172 verletzte Personen bei 116 Unfällen, darunter ein Todesopfer (Quelle: Statistik Austria).

Maßnahmen

Eine Engstelle, die in der Vergangenheit immer wieder für brenzlige Situationen und vor allem bei Radfahrern für ein ungutes Gefühl gesorgt hat: das Bahnviadukt in der Guntramsdorfer Straße zwischen Mödling und Guntramsdorf. Dieses wurde im Vorjahr komplett erneuert und verbreitert. Weitere Maßnahmen die vom Land Niederösterreich 2019 im Bezirk zur Erhöhung der Sicherheit auf den Straßen gesetzt wurden, waren etwa der Umbau der Kreuzung B16/L154 in Münchendorf zu einem Kreisverkehr und die Errichtung einer Fußgängerampel mit Druckknopfanlage auf der B11 in Wiener Neudorf.



'Partnerschaftliches Fahren'

Fahrlehrer Jochen Heil, Betreiber der Fahrschule Prodrive in Perchtoldsdorf kennt die Straßen des Bezirks wie seine Westentasche. Spezielle 'Unfall-Hotspots', die noch dringend einer Entschärfung bedürfen kann er keine nennen, vielmehr seien die Verkehrsteilnehmer in die Pflicht zu nehmen: "Ich finde das Straßennetz in unsrem Bezirk nicht schlecht, da sich jedoch viele Kraftfahrer (speziell ab 40+) nicht mehr an die Regeln wie das Blinken beim Umspuren oder das Einhalten der Rechts-Fahrordnung halten, kommt es vielleicht zu brenzligen Situationen." Heil ist überzeugt: "Der Fahrstil vieler Fahrer in unserem Bezirk könnte mehr auf 'partnerschaftliches Fahren' ausgerichtet werden.

Autor:

Rainer Hirss aus Mödling

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