Bundeskanzler und Gesundheitsminister verkündeten Verschärfungen im Kampf gegen "Corona"
Pandemie der Ungeimpften

Treffen zwischen Mitgliedern der Bundesregierung und den Landeshauptleuten zum Thema „Maßnahmen im Kampf gegen Corona“ statt. Im Bild Bundeskanzler Alexander Schallenberg (r.) und Bundesminister Wolfgang Mückstein (l.) bei der Pressekonferenz nach der Sitzung.
Foto: Dragan Tatic, Bildrechte: Bundeskanzleramt Österreich, Fotoservice
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  • Treffen zwischen Mitgliedern der Bundesregierung und den Landeshauptleuten zum Thema „Maßnahmen im Kampf gegen Corona“ statt. Im Bild Bundeskanzler Alexander Schallenberg (r.) und Bundesminister Wolfgang Mückstein (l.) bei der Pressekonferenz nach der Sitzung.
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Regierungsspitze verkündete neue drastische Maßnahmen in der Corona Krise an

Gestern am späten Abend fand im Bundeskanzleramt eine Pressekonferenz statt. Die Regierungsspitze lud zu dieser, um aktuelle Maßnahmen im Kampf gegen die Corona Krise Presse- und Medienvertretern vor Ort zu übermitteln und die Bevölkerung auf den neuesten Stand zu bringen.

Wir erinnern uns: die Infektionszahlen steigen leider wieder stark an. Waren die Sommermonate relativ ruhig und gab es schon Aussicht auf eine größere Beruhigung der Corona Lage, so gibt es seit einigen Wochen wieder steigende Corona Infektionszahlen in unserem Land. 

Vor allem in der letzten und vorletzten Woche stiegen die Zahlen plötzlich - und auch für Fachleute -  wie den VirologenProf. Norbert Nowotny - sehr unerwartet rasant an. Dies wurde von ihm in der ZiB2 des ORF bei Lou Lorenz-Dittlbacher auch so bestätigt.

BundeskanzlerAlexander Schallenberg mahnte zur maximalen Vorsicht und gab zu bedenken, dass wir bald in eine "Pandemie der Ungeimpften" stolpern würden - dies sei zu verhindern bzw. Maßnahmen dagegen sind nun unbedingt nötig. Er appelliert an alle, die noch nicht geimpft sind, dies so schnell als möglich zu tun, es laste auch eine große Verantwortung auf ihren Schultern.

Wie viele Menschen sind geimpft
Sehen wir uns als Überblick die aktuellen Impf-Zahlen in Österreich an: (Stand: 22.10.2021, 23.59 Uhr, Quelle: Gesundheitsministerium):

5.844.537 Menschen (65,43% der Gesamtbevölkerung) haben mindestens eine Corona-Schutzimpfung erhalten, davon haben 5.556.875 Menschen (62,21%) einen vollständigen Impfschutz.
Davon haben 260.557 Menschen eine 3. Dosis erhalten.

Aktuelle Zahlen zum Corona-Virus
Bisher gibt es 791.226 Fälle, 11.233 Menschen sind verstorben und 751.994 genesen. 1.004 hospitalisiert, davon 224 Personen in Intensivstationen.
3.582 Neuinfektionen österreichweit gibt es.

Bisher gab es in Österreich 791.226 positive Testergebnisse. Mit Stand 22. Oktober, 9:30 Uhr,  sind österreichweit 11.233 Personen an den Folgen des Corona-Virus verstorben und 751.994 wieder genesen.
Derzeit befinden sich 1.004 Personen aufgrund des Corona-Virus in krankenhäuslicher Behandlung. Davon werden 224 auf Intensivstationen betreut.

Neuinfektionen in den Bundesländern (Stand: 22.10.)
Burgenland: 81
Kärnten: 258
Niederösterreich: 725
Oberösterreich: 799
Salzburg: 374
Steiermark: 466
Tirol: 257
Vorarlberg: 95
Wien: 527

Neue Maßnahmen,  sollte die Situation noch weiter dramatischer werden - Stufe 4 und 5 kommt neu!

Es gibt einen von der Bundesregierung auserkorenen 5 Stufen Plan um die Pandemie zu bekämpfen.
Dem vernehmen nach ist es dass Ziel der Bundesregierung, die dies in einer gestrigen "Online Sitzung" mit den Landeshauptleuten und Gesundheitsexperten beschlossen hat, vor allem nicht geimpften Personen Ausgangsbeschränkungen aufzuerlegen - dies zum Schutz der restlichen Bevölkerung bzw. sicherlich auch um ev. Kapazitäten in Spitälern zu sparen.
Bekannt ist mittlerweile, dass der Großteil der z.B. Intensivstationsbetten von nicht geimpften Personen belegt wird.

Ebenso sollen nicht geimpfte Personen so geschützt werden, die sich nach wie vor keiner Impfung - aus welchen Gründen auch immer - unterzogen haben (ausgenommen sind Kinder unter 12 Jahren).

"Aktuell befinden wir uns in Stufe 1" sagte Gesundheitsminister Mückstein gestern in dem Presse Statement.

Die 5 Stufen

Bestehen bleiben die bereits im September vorgestellten Stufen 1 bis 3.

Stufe 1 (ab 200 belegten Betten), diese Stufen sind seit Mitte September in Kraft. Diese brachte die FFP2-Pflicht in vielen Bereichen (etwa in Supermärkten und sonstigen Lebensmittelgeschäften, in Apotheken, Trafiken und in öffentlichen Verkehrsmitteln).

Stufe 2 tritt sieben Tage nach Überschreitung einer Intensivstations-Auslastung von 15 Prozent (300 Betten) in Kraft.

Sollte es zu einer Auslastung von 20 Prozent der Kapazitäten (400 Betten) kommen, dann tritt Stufe 3 in Kraft.

Stufe 4 des Planes sieht eine 2G-Regel in all jenen Bereichen vor, in denen zuvor 2,5G (geimpft, genesen, PCR-getestet) galt.

Sollte die Marke von 500 belegten Betten (25 Prozent der Intensivkapazitäten) überschritten werden, wird Ungeimpften damit wohl der Eintritt in Gastronomie und Hotellerie versagt.
Das gilt dann auch bei Vorlage eines negativen Tests - egal ob Antigen oder PCR.

Auch Veranstaltungen, Kultureinrichtungen, Freizeiteinrichtungen oder Sportveranstaltungen dürften davon betroffen sein.

Details werden laut Gesundheitsministerium aber noch ausgearbeitet.

Bei Stufe 5: Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte geplant
Sollte die Auslastung sogar 600 Betten übersteigen (bzw. 30 Prozent), dann kommt es zu Stufe 5.

Diese bringt laut Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte - also den bereits aus früheren Phasen bekannten Lockdown. Damit wäre für diese Personengruppe das Verlassen des eigenen privaten Wohnbereichs dann nur noch in wenigen Ausnahmegründen gestattet (Weg zur Arbeit, wichtige Erledigungen etc.).

Die aktuelle Auslastung der Intensivstationen mit Corona-Patienten beträgt mehr als 220 Betten, das sind rund elf Prozent. Als "kritisch" gilt eine Marke von 33 Prozent, also nur knapp über dem für Phase 5 genannten Grenzwert.

Bundeskanzler und Gesundheitsminister - gutes Team

Während der Pressekonferenz, wo die Details zu den neuen beiden Stufen von den beiden Regierungspartner erläutert wurden, gab es Beobachtern nach auch ein recht harmonisches "Miteinander" zwischen dem neuen Regierungschef, der die Agenden von seinem Vorgänger ÖVP Chef Sebastian Kurz übernommen hat, und dem "Grünen" Gesundheitsminister und Arzt Wolfgang Mückstein. 

Wenigsten in dieser Pressekonferenz waren gewisse Disharmonien, die nach der Regierungskrise grundsätzlich im politischen Alltagsgeschäft verständlich wären,  zwischen den Koalitionspartnern nicht zu vernehmen - gut so, geht es doch jetzt um unser aller Wohl und die Gesundheit der Österreicherinnen und Österreicher.

Auch ein kleiner "humoristischer" Umfaller einer TV Kamera wurde vom Neo-Bundeskanzler mit einem lächelnden: "Das musste ja einmal passieren" kommentiert.

Bundeskanzler Schallenberg kam zuvor am Abend aus Brüssel an, wo er am EU-Gipfel der Staats- und Regierungschefs teilnahm. Themen waren die Diskussion rund um die Förderung von Atomkraft, steigende Energiepreise in Europa, die Corona-Pandemie sowie Themen rund um die Migration, die nach dem Umsturz z.B. in Afghanistan wieder an Bedeutung gewonnen hat.

Die Corona-Zahlen im Bezirk Mödling (Daten vom 21.10.2021)
*Infizierte Personen:
+ 34 / Gesamt: 7.814
*7-Tage Rückblick
+191 / Inzidenz: 160,18
*Genesene Personen:
+15 / Gesamt: 7.431
*Verstorbene Personen
+0 / Gesamt: 127

Quellen/Fotos:
+ Bundeskanzleramt, Presse/Fotoservice
+ Unsplash Fotos
+ APA
+ eigene Recherche Regionaut
+ Gesundheitsministerium
+ Stadtgemeine Mödling

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