18.12.2017, 14:40 Uhr

Güterverkehr mitten durch den Ort

Orten einen Schildbürgerstreich: Monika Hobek-Zimmermann, Helga Krismer und Verkehrssprecherin Amrita Enzinger.
BEZIRK MÖDLING. Eine Garnitur der Badner Bahn schlängelt sich (immer wieder auch dezent signalgebend) beim Lokalaugenschein durch die enge Feldgasse in Guntramsdorf. Es ist aber nicht die Badner Bahn, die seit Jahren den Unmut der Anrainer erregt, sondern die morgendlichen Güterzüge, welche die Feldgasse mitunter auch zur Gefahrenzone machen. Im Februar soll nun das Landesverwaltungsgericht überprüfen, ob es (im Jahr 2007) zulässig war, bei dem für die Güterzüge nötigen Gleisumbau nach Eisenbahnrecht zu verfahren, oder ob es, wie bei einem Bauverfahren eine Anraineranhörung hätte geben müssen. "Dies dies ist der Ausdauer der Anrainerin Heide Keller geschuldet. Schon damals hätten die Anrainer eingebunden werden müssen", sagt die Grüne GR Monika Hobek-Zimmermann.

Bypass

Landessprecherin Helga Krismer kritisiert auch, dass die Bürger im Stich gelassen wurden: "Die Anrainer bleiben, wie so oft in solchen Fällen zwischen den Kompetenzen des Betreibers, der Gemeinde und des Landes über und werden von einer Stelle zur anderen geschoben." Doch auch unabhängig von der bevorstehenden Entscheidung des Gerichts müsse für den Güterverkehr und die Feldgasse eine bessere Lösung gefunden werden, fordern die Grünen als Alternative, dass "Geld für einen Bypass in die Hand genommen wird, der den Güterverkehr ins IZ NÖ-Süd auf die Aspangbahn umleiten könnte".

Taktverdichtung

Im Falle der geplanten Intervallverkürzung auf der Badner Bahn sollte man sich auch eine umfassendere Lösung für Guntramsdorf überlegen, meinen die Grünen. Krismer: "Da die Taktverdichtung mittlerweile auch vom Land forciert wird, wird hier eine praktikable Lösung gefunden werden müssen, die auch Geld kosten darf. Das Land ist auch bei Umfahrungen, Kreisverkehren etc. recht spendabel. Hier sehen wir die Möglichkeit einer Untertunnelung, die die Gesamtverkehrssituation im Ort entlasten und positive Effekte fürs Ortszentrum bringen würde."
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