30.10.2017, 09:58 Uhr

Herwart wehte durch den Bezirk

Sturmeinsatz in Maria Enzersdorf. (Foto: Florian Zeilinger - ff-mariaenzersdorf.at)
BEZIRK MÖDLING. Bereits am Samstag rüsteten sich die Feuerwehren des Bezirks für das angekündigte Sturmtief "Herwart", das Ostösterreich vor allem am Sonntag durchbeuteln sollte. Auch erste Einsätze waren zu absolvieren, so galt es etwa in Wr. Neudorf lose Baustellengitter und Balkongeländer zu sichern. Vorsorglich wurden auch schon zusätzliche Motorkettensägen auf die Fahrzeuge aufgerüstet.

Im Dauereinsatz

Am Sonntag häuften sich dann die Einsätze: In Wiener Neudorf standen mehr als 20 Feuerwehrleute seit den frühen Morgenstunden fast ununterbrochen im Dauereinsatz und rückten zu losen Fasadenteilen am Gemeindeamt, abgetragenen Dächern, umgestürzten Verkehrszeichen sowie zu mehreren kleineren Einsätzen aus.

Äste gebrochen

In Maria Enzersdorf verursachte eine starke Böe die Beschädigung an einem Hausanschlusskasten der elektrischen Energieversorgung, wenig später rückte die FF Maria Enzersdorf zu einem Sturmschaden in der Hohe Wand-Straße aus: Mehrere starke Äste einer großen, alten Weide waren gebrochen, teilweise bereits abgestürzt, oder verfingen sich im dichten Geäst des Baumes. In Absprache mit den Fahrzeugkommandanten entschied Einsatzleiter, BI Martin Gall, den über den Gehweg hängenden Ast, mittels Ladekran des schweren Rüstfahrzeuges, zu sichern und die erforderlichen Schnittarbeiten über das Hubrettungsfahrzeug durchzuführen. Unter ständiger Beachtung der notwendigen Sicherheitseinrichtungen für die Mannschaft, wurde das Geäst schrittweise abgetragen und zu Boden gebracht. Nach Abschluss aller Arbeiten und der Verständigung der betroffenen Hausverwaltung, konnte die Mannschaft den vorerst letzten Einsatz beenden und im Feuerwehrhaus mit den umfassenden Nacharbeiten beginnen. Der Schadensbereich in der Wohnhausanlage blieb weiterhin für Passanten gesperrt.

Baum am Radweg

In Brunn war schon in den Morgenstunden des Sonntag ein Baum war von einem Privatgrundstück über einen viel befahrenen Radweg gestürzt. In Anbetracht der zu erwartenden zahlreichen Einsätze wurde die Mannschaft in zwei Einheiten aufgeteilt, eine von ihnen entfernte mit der Motorkettensäge das Astwerk vom Radweg. Bald darauf meldete eine Hausverwaltung eine gebrochene Lichtkuppel in einem Gewerbebetrieb in der Industriestraße. Dieser Einsatz gestaltete sich etwas schwieriger als der Vorangegangene, da die Lichtkuppel aufgrund des immer stärker werdenden Sturms schwer erreichbar war und die gegen Absturz gesicherten Einsatzkräfte beim Arbeiten den vollen Windlasten ausgesetzt waren. Schlussendlich konnte die Kuppel mittels Schalplatten abgedeckt werden und auch dieser Einsatz erfolgreich beendet werden.
Noch während Einheit 1 mit dem Einsatz in der Industriestraße beschäftigt war, galt es für Einheit 2 einen umgestürzten Bauzaun in der Leopold Gattringer-Straße zu sichern und eine umgestürzte ca. 50 m lange Einfriedung eines Neubaus in der Anton Seidl-Gasse zu entfernen.
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