12.10.2014, 23:10 Uhr

Sportbus für aktive Kids und weniger Individualverkehr

Private Initiative "Sportbus" startet Testlauf in Mödling

MÖDLING I "Vorerst sechs Gemeinden sollen beim ersten Testsemester der Initiative "Sportbus" befahren werden.", erörtert Stephan Schimanowa im Gespräch zur Präsentation eines gänzlich neuen Konzeptes. Diese sind Mödling, Brunn am Gebirge, Gießhübl, Maria Enzersdorf, Perchtoldsdorf, Wiener Neudorf.
Nicht nur, dass den rund 2500 Kindern in den Gemeinden der Besuch von Trainings bei Sportvereinen erleichtert werden soll, auch der Individualverkehr könnte durch diese Initiative reduziert und die Eltern ruhigen Gewissens entlastet werden.
Markus Kalbhenn, Vater sportbegeisterter Kinder und Initiator des Konzeptes habe einfach einmal Fahrzeit und zurückgelegte Kilometer der durch die "Taxifahrten" zu den verschiedenen Sportstätten zurückgelegten Wege gerechnet. Schnell war klar, welchen ökonomischen und auch ökologischen Nutzen ein Busunternehmen haben könnte, dass die Kinder gezielt aufsammeln und zu den Vereinen bringen würde. "Es ist nicht immer selbstverständlich, dass Eltern ihre Kinder zu den Trainingszeiten der verschiedenen Kurse bringen und von dort auch wieder abholen können", betont er. Oftmals müssten die Kinder dann eben auf den Besuch beim Sportverein verzichten.
"Schuld daran sind schlecht zu erreichende Sportstätten, die häufig etwas außerhalb liegen, bzw auch die Tatsache, dass der öffentliche Verkehr nicht an die Trainingszeiten angepasst sein kann", erklärt Jörg Meixner, Obmann Volleyteam Mödling, "Und dass man sich zu Fahrtengemeinschaften organisiert, funktioniert in der Realität nicht."

Blaguss als starker Partner

Paul Blaguss war von Anfang an von dieser neuen Idee des Shuttelservices Sportbus begeistert. Die Initiative profitiert von der jahrzehntelangen Erfahrung des Unternehmens im sicheren und verlässlichen Transport von Kindern und Jugendlichen. Die Fahrer werden regelmäßig durch spezielle ÖAMTC-Trainings und überdies im Umgang mit Kindern und Jugendlichen geschult.

Neueste Technik per Smartphone

Die Fahrten werden per Smartphone-Applikation an- bzw abgemeldet. Außerdem kann nachverfolgt werden, wo sich der Bus befindet, wann er das Ziel erreicht, wann das Kind angekommen ist und wann es wieder nach hause kommen wird. Mit dieser Fahrtenmanagement-App auf den neuesten Stand gebracht, wird es an Sicherheit nicht mangeln.
Die Kosten der Einzelfahrt belaufen sich zur Zeit auf 4,30€.
"Wir arbeiten nicht gewinnorientiert. Leider ist das Konzept zu neu, zu modern, als dass es dafür bereits eine Förderung geben könnte. Wir passen noch in keine 'Schublade' ", entschuldigt Kalbhenn den Preis für die Einzelfahrt.
Das Sportministerium fördert einstweilen mit einer Medienkooperation.
Grundsätzlich sollen sich zukünftige Förderungen positiv auf die Preisgestaltung auswirken. Auch möchte man die Routen ausweiten und Bereiche, wie andere Nachmittags-Aktivitäten der Kinder aber auch Seniorentransporte ausbauen.
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