14.03.2017, 12:58 Uhr

Tierheim: Happy End als Ziel

Beatrice Schneider mit dem 14 Jahre alten Hund Felix.

Für viele Tiere ist das Tierheim Brunn die letzte Zuflucht, aber auch eine Chance auf einen Neuanfang.

BEZIRK. Sie wurden misshandelt, ausgesetzt oder haben sich verlaufen – pro Jahr finden im Tierheim Brunn am Gebirge etwa 100 bis 150 Hunde und ebenso viele Katzen Zuflucht. Im heutigen Teil der Serie 'Mein bester Freund' sind die Bezirksblätter Mödling dort zu Besuch und sprechen mit der Leiterin Beatrice Schneider.

Wichtig: der richtige Besitzer
"Derzeit leben 28 Hunde, 20 Katzen, vier Hängebauchschweine, ein Hausschwein, 16 Ziegen, ein Esel, sieben Schafe und fünf Kamerunschafe bei uns", erzählt Beatrice Schneider, die im Jahr 2017 bereits für zehn Hunde und rund 12 Katzen neue Besitzer finden konnte. Seit 1994 werden im Brunner Tierheim zurückgelassene, ausgesetzte oder entlaufene sowie von der Behörde abgenommene und beschlagnahmte Tiere betreut. "Wie viele Tiere davon jährlich vermittelt werden, ist schwer zu sagen. Denn das Ziel ist nicht eine möglichst schnelle Vergabe, sondern das Tier zum richtigen Menschen zu vermitteln." Dafür nähme das Tierheim auch längere Verweildauern in Kauf. Dass faktisch keine Tiere zurückgegeben wurden, gäbe diesem Konzept aber Recht, meint Beatrice Schneider.

Schwierig: Listenhunde
Leider gibt es aber auch nicht vermittelbare Tiere: "Zumeist sind das alte und kranke Tiere." Besonders schwer hätten es die sogenannten Listenhunde. Denn: "Die gesetzlichen Anforderungen an die künftigen Besitzer sind hoch und leider muss man auch die Stigmatisierung in der Öffentlichkeit in Kauf nehmen, da viele Leute diese Hunde fürchten."

Spätes Happy End
Nicht einfach war es für den Hund Freddie. "Als Charakterhund wollte er seine Sympathie nicht jedem schenken", meint Schneider rückblickend. "Aber schließlich hat es geklappt: Freddie und sein Frauchen haben sich gefunden." Seither ist Freddie glücklich bei seiner Familie.
Ein spätes Happy End gab es auch für den 14 Jahre alten Hund Felix: "Felix kam schon als alter Herr zu uns - da plagten ihn bereits Schwerhörigkeit und Sehschwäche." Aufgrund seines Alters unvermittelbar, beschloss Schneider Felix in den Gnadenhof zu übernehmen. Felix wird also seinen Lebensabend in Brunn verbringen.

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