01.11.2016, 14:53 Uhr

Digitale Präsentationen und ihre Alternativen

Erinnern Sie sich noch an die oft handgeschriebenen Folien auf dem Overhead-Projektor? Die waren nicht alle schlecht gemacht und manche in ihrem Aufbau sogar von didaktischem Wert. Dennoch haben Windows, Powerpoint, Beamer & Co. das Zuhören und Zusehen dem Auditorium etwas erleichtert und dem Vortragenden gute Darstellungsmöglichkeiten in die Hand gegeben.

Trotzdem gibt es ein paar ganz grundlegende Regeln für eine gute (beziehungsweise schlechte) Präsentation. Eine davon zielt auf die Anzahl der Folien ab, die ab 20 Stück zur kontraproduktiven Quälerei für alle Zuhörer werden können. Wer es schaffen möchte, seine Zuhörer "bei Laune" zu halten, indem möglichst mehrere ihrer Sinne gleichzeitig angesprochen werden, um die vermittelte Information direkt ins Langzeitgedächtnis zu befördern, sollte jetzt aufmerksam weiterlesen.


Vor- und Nachteile verschiedener Präsentationsmethoden


Es besteht allgemeine Übereinstimmung darin, dass die Aufmerksamkeit des Zuhörers durch seine Mitschrift um erhebliche Prozentpunkte eingeschränkt ist. In der Konsequenz sind die meisten Vortragenden dazu übergegangen, ihrem Auditorium eine Zusammenfassung aller Informationen und Ergebnisse in die Hand zu geben. Welche Formate sich dabei besonders bewährt haben, soll hier thematisiert werden. Allerdings, so die Ergebnisse von Studien, kann durchaus auch die persönliche Mitschrift Vorteile haben. Bei vielen Menschen (aber nicht bei allen) wird der Zugang zum Langzeitgedächtnis überhaupt erst durch die eigene handschriftliche Notiz (das können auch Skizzen sein) geöffnet.

Das klassische Handout


Es handelt sich hierbei um eine geduckte Zusammenfassung der digitalen Präsentation. Wir empfehlen, ihren Umfang auf maximal zwei Din A4-Seiten zu begrenzen. Dennoch kommt man hier nicht um erläuternde Textpassagen zwischen den Abbildungen herum. Die Verteilung von Handouts (ungefähr eines pro Zuhörer) ist heute eine sehr kostengünstige Maßnahme. Die Handouts (mit günstigen Kugelschreibern) können auch gut vor der Präsentation verteilt werden, das hat den Vorteil, dass sich die Zuhörer an den passenden Stellen kurze Notizen zum Thema machen können (und wenn es auch nur Ihre E-Mail-Adesse ist).

Die bessere Variante des einfachen Handouts ist der etwas aufwendigere "Flyer, Visitenkarten usw.", für den möglichst auch eine hochwertige Papierqualität verwendet wird. Der Druckauftrag dafür kostet ein paar Euro mehr, dafür sind die Farben viel ansprechender, das Format praktischer und die Haptik angenehmer. Dieser "psychologische" Effekt ist nicht zu unterschätzen. Wer keinen Zugriff auf einen dementsprechend hochwertigen Drucker hat, kann seinen Flyer auch bequem online drucken und per Post zusenden lassen. Meistens hat der Auftraggeber dann seine fertigen Flyer schon nach 24 Stunden in der Hand.


Praktische Vorführungen sind ein Gipfel der Unterhaltung

Die Praxisvorführung ist ein Garant für die volle Aufmerksamkeit des gesamten Auditoriums. Aber die Sache hat auch ein paar Haken. Wenn die Vorführung auf relativ kleiner Fläche erfolgt, das Auditorium aber aus Tausend oder mehr Menschen besteht, dann haben nur circa 20 Leute etwas von Ihrer Vorführung, alle anderen drängen sich sinnlos im Dunkel. Damit haben Sie dann Ihre hoffnungsfrohe Präsentation hoffnungslos zerschossen.

Wenn mit einer solchen Situation zu rechnen ist, kommt man um einen hohen technischen Aufwand nicht herum. Eine Möglichkeit besteht darin, die gut beleuchtete Präsentationsfläche aus mindestens zwei Perspektiven zu filmen, um den Film dann auf einer größeren und ausreichend hohen Leinwand (einschließlich guter Tontechnik) abzubilden.

Sie verstehen schon, dass Vorführungen, die auch reproduzierbar funktionieren müssen, eine außerordentlich intensive Vorbereitung erfordern. Wenn man aber in der Lage ist, all diese Hürden, dazu zählt auch die eigene Nervosität, zu überwinden, dann wirkt die Vorführung so überzeugend, dass Sie als Gewinner des Tages unendliche Bonuspunkte einstecken können.


Modelle sind etwas zum Sehen und Anfassen


Anschauungsmodelle beispielsweise von Gebäuden oder Bahnhöfen im Bereich der Architektur sind für dreidimensionale Wesen, wozu wir Menschen gehören, am besten fassbar. Auch das ist ein guter Grund dafür, dass sich das 3-D-Drucken immer weiter auf dem Vormarsch befindet. Wer an der Entwicklung eines bestimmten Maschinenteils oder vielleicht einer Knochenprothese beteiligt ist, sollte auch die Beauftragung eines 3-D-Drucks in Erwägung ziehen, wenngleich die Kosten dafür schon ordentlich zu Buche schlagen können.
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