"Bei 1.000 Einsätzen aufgehört zu zählen"

Jederzeit einsatzbereit: Georg Windbacher ist noch aktiv bei Einsätzen dabei, auch als Atemschutzträger.
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Sie sind unsere Juwelen des Alltags, die vielen Freiwilligen in den Rettungsorganisationen. Einer, der schon seit 45 Jahren für die Sicherheit der Mürztaler im Einsatz ist, ist der Kindberger Georg Windbacher, Seniorchef des gleichnamigen Autohauses. Der 64-Jährige ist nach wie vor mit Leib und Seele Feuerwehrmann der Freiwilligen Feuerwehr Kindberg-Stadt, ist noch aktiv bei Einsätzen dabei, auch als Atemschutzträger.
"Mit 19 Jahren bin ich zur Feuerwehr gegangen. Bis heute bin ich geblieben und das soll auch so bleiben, wenn es die Gesundheit zulässt. Bis 70 dürfen wir aktiv dabei sein. Aber auch dann möchte ich noch bei der Feuerwehr bleiben", sagt Windbacher, der 17 Jahre Kommandant der FF Kindberg-Stadt war.
Der Kindberger hat in den 45 Jahren bei der Feuerwehr einiges erlebt. Vieles, das er nie vergessen wird. Darunter Großeinsätze wie die Massenkarambolage in Kindberg 1986 aufgrund von Glatteis, in diesen Unfall waren zehn LKW und zwölf PKW verwickelt, oder die Zugunfälle in Mitterdorf 1975 und Kindberg 1986, unzählige Einsätze auf der Autobahn, vor dem Ausbau Unfälle in der Einöd-Kurve. "Am Anfang habe ich die Einsätze mitgezählt. Bei 1.000 habe ich aufgehört, die hatte ich aber schon, als ich noch Kommandant war", so Windbacher. Erfahrung hat der Kindberger als Autohausbesitzer auch im Umbau von Feuerwehrfahrzeugen. "Für Feuerwehren in der ganzen Steiermark haben wir schon Mannschaftsfahrzeuge und Klein-Lkw umgebaut", sagt Windbacher.
Um zu helfen, begeben sich Feuerwehrkameraden immer wieder in Lebensgefahr. "Bis auf einen kleinen Zwischenfall ist immer alles gut verlaufen, oft mit viel Glück", erinnert sich Windbacher. Nach dem Zugunfall in Mitterdorf geriet er in die Oberleitung. "Obwohl es geheißen hat, alles ist stromfrei, die Oberleitung war aber noch nicht geerdet. Mir ist nichts passiert. Meine Kollegen haben mir erzählt, dass sie einen riesigen Funken gesehen haben, schnalzen habe ich es gehört", erinnert sich der 64-Jährige.
"Ich bin nach wie vor bei der Feuerwehr dabei, weil ich Menschen helfen möchte und wegen der außerordentlich guten Kameradschaft", so Georg Windbacher abschließend.

Fakten

Die Freiwillige Feuerwehr Kindberg-Stadt zählt 66 Mitglieder, darunter zehn Jugendliche. 2016 wurden die Kameraden zu insgesamt 245 Einsätzen gerufen, kamen auf 1.833 Einsatzstunden. Sie absolvierten 69 Übungen mit 4.178 Stunden. Weitere 700 Treffen mit 8.994 Stunden erfolgten aufgrund von Ausschusssitzungen, Wartungsarbeiten, Verwaltung etc. Die FF Kindberg-Stadt ist einer von elf Ölschadensstützpunkten in der Steiermark.

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