Alois Steinkleibl
Ein halbes Jahrhundert im Auftrag des Herren

Nach seiner Priesterweihe im Jahr 1970 feierte Alois Steinkleibl diese auch in seiner Heimatgemeinde Kirchbach.
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  • Nach seiner Priesterweihe im Jahr 1970 feierte Alois Steinkleibl diese auch in seiner Heimatgemeinde Kirchbach.
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Der Kindberger Alt-Pfarrer feierte heuer sein 50-jähriges Priesterjubiläum und ist immer noch im Einsatz.

Die exakte Summe der Ereignisse, die Alois Steinkleibl als Priester in den letzten 50 Jahren begleitet hat, konnte sich nicht mehr eruieren lassen, doch waren es unzählige Taufen, Firmungen, Erstkommunionen, Eheschließungen und Begräbnisse sowie Gottesdienste und die Seelsorge, durch die der Kindberger Pfarrer mit vielen Menschen in der Region eine persönliche Verbindung geschaffen hat.

Begonnen hat sein Weg bereits im Alter von elf Jahren, als er ins Knabenseminar nach Graz gegangen ist. "Mein Weg war irgendwie vorgezeichnet", so Steinkleibl, der nach Theologiestudium und Priesterseminar schließlich 1970 von Bischof Johann Weber zum Priester geweiht wurde.

Heimat in Kindberg gefunden

Nach diversen Stationen in der gesamten Steiermark (siehe links) hat es den gebürtigen Südoststeirer im Jahr 1981 schließlich nach Kindberg verschlagen, wo er seither seinen Lebensmittelpunkt gefunden hat. "Da ich stets ein besonderes Verhältnis zur Arbeiterschaft hatte, habe ich mich in Kindberg von Beginn an sehr wohl gefühlt", verrät Steinkleibl, der auch Teil einer internationalen Priestergemeinschaft für Industrieseelsorge ist. Wesentliche weitere Schwerpunkte während seiner Priesterzeit setzte er bei der Arbeit für die Ökumene sowie als Religionslehrer in der Hauptschule und der Lebenshilfe. "Vor allem die Arbeit in der Lebenshilfe hat mir viel gegeben", erzählt Steinkleibl, der auch immer ein offenes Ohr für Minderheiten, Bedürftige und Flüchtlinge hat.

Sein Lachen wurde in gewisser Weise zu seinem Markenzeichen.
  • Sein Lachen wurde in gewisser Weise zu seinem Markenzeichen.
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Seit 2015 befindet sich Steinkleibl in seiner wohlverdienten Pension, doch ist er weiterhin als Aushilfsseelsorger aktiv, sobald er im Seelsorgeraum Kindberg benötigt wird. "Ich bin froh, dass ich auch in meiner Pension noch gebraucht werde", so der mittlerweile 75-jährige Alt-Pfarrer. Wie auch schon in seiner aktiven Zeit als Priester trifft man Alois Steinkleibl auch im Ruhestand jeden Morgen auf seiner Spazierrunde durch Kindberg, wo er für jeden Menschen ein herzliches "Grüß Gott" auf den Lippen trägt. "Ich will weiterhin offen für das Leben der Menschen sein und Freud und Leid mit ihnen teilen. Christus zu erkennen und ihm nachzufolgen, sehe ich auch heute noch als Herausforderung und Aufgabe", so der Priester, der seit nunmehr 50 Jahren im Dienst des Herren steht.

50 Jahre nach seiner Primiz ist Steinkleibl noch immer als Aushilfsseelsorger im Raum Kindberg aktiv.
  • 50 Jahre nach seiner Primiz ist Steinkleibl noch immer als Aushilfsseelsorger im Raum Kindberg aktiv.
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Viele Stationen bis nach Kindberg

Als die Tage des Zweiten Weltkrieges dem Ende zugingen, wurde Alois Steinkleibl am 28. April 1945 geboren. Die Tatsache, dass zwei seiner Onkel als Priester tätig waren, hatten einen gewissen Einfluss darauf, dass Steinkleibl schließlich mit elf Jahren ins Bischöfliche Gymnasium nach Graz kam. Nach der Matura entschied er sich für das Theologiestudium und zog ins Priesterseminar. In den Ferien arbeitete er immer wieder in verschiedenen Betrieben in Deutschland. So zum Beispiel auch als Maurer-Hilfsarbeiter, weswegen er von dort an stets eine enge Verbindung zur Arbeiterschaft pflegte.

Anfang der 80er-Jahre verschlug es Steinkleibl nach Kindberg.
  • Anfang der 80er-Jahre verschlug es Steinkleibl nach Kindberg.
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Am 28. Juni 1970 wurde Steinkleibl schließlich von Bischof Johann Weber zum Priester geweiht. Danach ging es für ihn als Kaplan nach Oberwölz und Weißkirchen und er wurde gleichzeitig Provisor in Schönberg/Lachtal bzw. in St. Georgen im Obdachegg. Von 1978 bis 1981 war Steinkleibl als Kaplan in Bruck an der Mur, ehe er seine Heimat schließlich in Kindberg fand. Nach 34 Jahren als Pfarrer ging er schließlich 2015 in den Ruhestand und wurde von Andreas Monschein abgelöst. Bis heute ist Alois Steinkleibl als Vertreter und Aushilfsseelsorger im Einsatz.

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