Kunst
Selbstspielende Instrumente und eine Vogelfeder-Frisur

Im Atelier: Kurt Scharfegger mit seinem neuesten Werk – eine Collage. Sie zeigt ein weibliches Gesicht mit Vogelfedern als Frisur.
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  • Im Atelier: Kurt Scharfegger mit seinem neuesten Werk – eine Collage. Sie zeigt ein weibliches Gesicht mit Vogelfedern als Frisur.
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Kurt Scharfegger aus Mürzzuschlag probiert sich gerade an neuen Maltechniken aus. Auch einige neue Gedichte hat der 84-Jährige schon wieder geschrieben.

Langweilig wird Kurt Scharfegger aus Mürzzuschlag nie. Denn auch mit 84 Jahren versucht sich der Tapezierermeister im Ruhestand in seinem Atelier immer wieder an neuen Maltechniken und schreibt Gedichte und Geschichten. Vor zwei Jahren hat er ein eigenes Buch mit seinen Werken veröffentlicht.
Momentan ist Kurt Scharfegger gerade damit beschäftigt, sich für die Gründung eines Mürzer Dichterrings zu engagieren. "Vier Personen haben sich schon gemeldet. Ich traue mich aber wetten, es gibt viele Mürzer, die schon stoßweise Literatur geschrieben haben, sich aber nicht trauen, sich zu melden – das ist schade. Mit dem Dichterring wollen wir dann Lesungen veranstalten", sagt Scharfegger.

Eine Frisur aus Federn

Immer wieder probiert der 84-Jährige neue Techniken der Malerei aus. Sein aktuellstes Werk ist eine Collage – ein weibliches Gesicht mit Vogelfedern als Frisur. "Von meinen Ausstellungseinladungen habe ich noch Federn gehabt und zusätzlich noch ganz besondere Federn, die ich seit 70 Jahren von einem Nusshäher aufbehalten habe. Die habe ich dafür verwendet", erklärt Scharfegger, der auch "Der bunte Vogel der Kunst" genannt wird.
Aktuell arbeitet der Pensionist an einem ganz eigenwilligen Werk – an einem Bild, auf dem eine sich selbstspielende Geige zu sehen ist. "Ich weiß auch nicht, wie ich auf so eine Idee gekommen bin", lacht Scharfegger. Eine sich selbstspielende Gitarre hat er schon fertig gemalt.

Abenteuergeschichten

Geschichten und Gedichte schreibt Kurt Scharfegger seit seiner Schulzeit. "Mein Freund und ich haben schon in der Schule Abenteuergeschichten geschrieben, die sogar die Lehrer unbedingt lesen wollten", erzählt der Künstler. Vor zwei Jahren veröffentlichte er dann sein erstes Buch "Mürza Wossa" mit 72 Geschichten und Gedichten in Mundart und Hochsprache sowie eigenen Zeichnungen und Aquarellen.
Ob es noch ein zweites Buch geben wird, weiß der Mürzer nicht – vielleicht eine überarbeitete Auflage mit neuen Werken. "Ich will ja, dass von mir was überbleibt, wenn ich einmal nicht mehr bin", sagt Scharfegger und hofft, dass er es schafft, seine über 1.000 Aquarelle in einem Katalog zu verewigen.

Im Atelier: Kurt Scharfegger mit seinem neuesten Werk – eine Collage. Sie zeigt ein weibliches Gesicht mit Vogelfedern als Frisur.
Eine sich selbstspielende Gitarre – ein neues Bild von Scharfegger.

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