Alle Vorarbeiten abgeschlossen

Die Deponie Longsgraben  fasst fünf Mio. Kubikmeter. Gerhard Gobiet (re.) und Stefan Bischof bei einem Lokalaugenschein mit der WOCHE.
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  • Die Deponie Longsgraben fasst fünf Mio. Kubikmeter. Gerhard Gobiet (re.) und Stefan Bischof bei einem Lokalaugenschein mit der WOCHE.
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Von Angelina Koidl

Seit dem Frühjahr 2012 laufen sowohl in Niederösterreich als auch in der Steiermark umfangreiche Vorarbeiten für die Errichtung des Semmering-Basistunnels neu. Jetzt folgen die Arbeiten am ersten von drei Tunnelbaulosen (Baulos SBT 2.1 – Tunnel Fröschnitzgraben), die WOCHE berichtete.
Aus einem EU-weiten Vergabeverfahren ging die Bietergemeinschaft Swietelsky Tunnelbau/Implenia als Billigstbieter hervor. Die Auftragssumme beträgt rund 623 Mio. Euro. "Das ist die bisher größte Vertragsvergabe, die wir als ÖBB getätigt haben", so der Projektleiter des Semmering-Basistunnels neu Gerhard Gobiet. Derzeit laufen Bestellungen von Baumaterialien auf Hochtouren. Im Februar wolle man mit den vorbereitenden Maßnahmen wie der Hangsicherung und der Errichtung der Baustelleneinrichtungsfläche beginnen. Für Juni sei der Start zu den beiden mehr als 400 Meter tiefen Schächten geplant, an deren Füßen Hohlräume entstehen und von wo aus dann die Vortriebe Richtung Gloggnitz und Mürzzuschlag erfolgen.

Vorarbeiten abgeschlossen

Bevor mit dem Tunnelbaulos Fröschnitzgraben begonnen werden konnte, waren viele vorbereitende Maßnahmen nötig. So wurde eine Trinkwasserversorgungsanlage gemeinsam mit der Gemeinde Spital/Semmering errichtet, um die Baustraße südlich des Ortsgebietes von Steinhaus, die teilweise durch das Schutzgebiet der Erzkogelquelle führt, errichten zu können. Diese 1,6 km lange Baustraße über den Schmelzriegel von der S6 bis zur L117, der Pfaffensattelstraße, wurde im Herbst fertiggestellt. Sie führt über provisorische Auffahrts- und Abfahrtsrampen richtungsgebunden von und nach Wien auf die S6. Zudem wurde entlang der Baustraße und der L117 Lärmschutz errichtet und die Straße bis zur Baustraße Longsgraben saniert.
In der Deponie Longsgraben wird das Aushubmaterial der Tunnelvortriebe Gloggnitz/Göstritz, Fröschnitzgraben und Grautschenhof gelagert werden. Das Schuttmaterial aus dem Tunnel Fröschnitzgraben wird großteils per Förderband zur Deponie Longsgraben befördert. Dorthin wurde eine bestehende Forststraße verbessert und neben Schlägerungs- und Rodungsarbeiten im Umfang von rund 20 Hektar wurden entwässerungs- und sicherungstechnische Maßnahmen gesetzt. An der Deponiebasis wurde ein Schutzdamm errichtet. "Das Bachbett haben wir um 40 Meter höher verlegt", erklärt Baumanager Stefan Bischof. Am Tunnelbaulos Fröschnitzgraben werden insgesamt rund 300 Menschen beschäftigt sein.

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