Besucherrekord beim Semmeringer Kultursommer

Impressionen vom heurigen Kultursommer am Semmering.
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  • Impressionen vom heurigen Kultursommer am Semmering.
  • Foto: Kultursommer Semmering
  • hochgeladen von Markus Hackl

Die kulturelle Sommerfrische am Semmering durfte diesen Sommer allen Turbulenzen trotzend in ihrer gewohnt nostalgisch-mondänen Pracht im Südbahnhotel Einzug halten und den Glanz der Jahrhundertwende im einstigen Grandhotel aufleben lassen.

Mit 12.200 verkauften Karten verzeichnete das Festival dabei einen Besucherrekord, der mit knapp 25 Prozent Publikumszuwachs weit über dem Rekordwert des Vorjahres liegt.

"Gerade in diesem speziellen Sommer hat sich gezeigt, wie sehr Kunst und Kultur als Lebenselixier und unabdingbare Kraftquelle wahrgenommen werden", resümiert Pianist, Dirigent und Intendant Florian Krumpöck. "Dabei war insbesondere spürbar, wie bewusst und diszipliniert die vielerorts eingemahnte Eigenverantwortung von den Besuchern gelebt wurde, was zeigt, dass Überreglementierungen und unverhältnismäßige Einschränkungen zumindest im Bereich von Kulturveranstaltungen völlig fehl am Platz sind. Meiner Meinung nach müssen wir in nächster Zeit wohl lernen mit dem Virus zu leben, statt auf eine neue Normalität zu hoffen. Essentieller Bestandteil dieses Lebens ist aber für viele Menschen nicht nur physische sondern auch geistige Nahrung."

Mit insgesamt 64 Vorstellungen avancierte das Südbahnhotel einen Sommer lang neuerlich zum Anziehungspunkt für hochkarätige Künstlerpersönlichkeiten. Mehr als 120 Künstlerinnen und Künstler gaben sich hier buchstäblich die Türklinke in die Hand. Neben Stammgästen wie beispielsweise Karl Markovics, Angelika Kirchschlager, Peter Simonischek, Elisabeth Leonskaja oder Fritz Karl waren erstmalig auch Cornelius Obonya, Corinna Harfouch oder Friedrich von Thun im pittoresken Höhenluftkurort zu erleben.

Das Programm feierte neben Literatur quer durch die Jahrhunderte auch die Vielfalt der musikalischen Genres und spannte hierbei einen Bogen von Klassik über Jazz, Chanson und Klezmer bis hin zu neu gedachter Volksmusik oder dem Wienerlied. Mit Florian Krumpöcks "Pilgerfahrt zu Beethoven" wurde ein eigener Zyklus dem Bonner Jubilar gewidmet. "Novellen aus der Welt von Gestern" würdigten insbesondere das umfangreiche Werk von Stefan Zweig. Im historischen Jahrhundertwende-Ambiente konnte mit dem "Menu à la Belle Époque" zudem köstlich diniert werden. Haubenkoch Leo Doci vom vielgerühmten Genusstempel "Bevanda" in Gloggnitz sowie sein Kollege Gerald Jeitler versetzten die Besucher diesen Sommer im Anschluss an die Vorstellungen auf besonders virtuose Weise zurück in eine Ära, als den lukullischen Freuden im Südbahnhotel kaum Grenzen gesetzt waren.

Im Jahr 2021 soll aufgund des Publikumserfolges die Vorstellungsanzahl ausgeweitet und damit ein weiteres Zeichen gesetzt werden, eine geschichtlich maßgeblich von Kunst und Kultur geprägte Region wieder erblühen zu lassen.

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