Die Heimkehr des Johannes Brahms

Lokalaugenschein in den von der Österreichischen Brahms-Gesellschaft angemieteten original Brahms-Wohnung.
  • Lokalaugenschein in den von der Österreichischen Brahms-Gesellschaft angemieteten original Brahms-Wohnung.
  • Foto: Veitschegger
  • hochgeladen von Susanne Ebner

Der Österreichischen Johannes-Brahms-Gesellschaft mit Sitz in Mürzzuschlag ist es gelungen, die von dem Komponisten Johannes Brahms 1885 bewohnte Wohnung im Anschluss des 1991 eröffneten Brahms-Museums anzumieten. Musikliebhaber aus aller Welt schätzen die Musik des in Hamburg (1833) geborenen und in Wien (1877) verstorbenen Meisters. Mehr als 80.000 Musikbegeisterte waren es bis jetzt, die dem Museum, den Museumskonzerten oder den Brahms-Festivals ihren Besuch abstatteten. Der Komponist selbst weilte in den Sommermonaten 1884/85 in Mürzzuschlag, wo er seine 4. Symphonie in e-moll op. 98 schuf und rund 30 Lied- und Chorkompositionen schrieb. Ausländische Fernsehstationen suchen immer wieder Mürzzuschlag auf, um wesentlichen Stationen des großen Komponisten nachzuspüren. Stolz ist man aber auch, mit dem ORF eine Partnerschaft zu haben, wo es auf Radio Österreich 1 laufend zu Konzertaufzeichnungen und Übertragungen kommt.

Brahms kehrt heim...
Ronald und Elisabeth Fuchs als Museumsgründer konnten nun mit Zustimmung der Brahms-Gesellschaft und in Zusammenarbeit mit dem Archiv der Musikfreunde Wien die Räumlichkeiten anmieten und damit einen Traum erfüllen, wie Fuchs selbst sagte. "Aus Schilderungen ist bekannt, dass Brahms hier bei geöffnetem Fenster Klavier spielte und die Bevölkerung Mürzzuschlags gerne den Klängen lauschte", so Ronald Fuchs. Die Wohnung besteht aus drei Räumen und soll nach deren Adaptierung mit Absprache des Denkmalamtes und der Gesellschaft der Musikfreunde das Brahms'sche Leben veranschaulichen. Raum eins wird dem Schaffensbereich gewidmet. Raum zwei soll Brahms privat, die Geselligkeit und den Freundeskreis darstellen und gleichzeitig ein Studio werden, in dem sich Künstler einmieten können. Raum drei mit herrlicher Frühbarock-Stuckdecke soll aufgrund seiner Größe von 50 Quadratmetern die Bibliothek des Komponisten beherbergen, ein Brahms-Kino bekommen und für Sonderausstellungen sowie als Kurs- und Veranstaltungsraum dienen. Der erste Adaptierungsabschluss wird noch heuer möglich werden und je nach Finanzierungslage im kommendem Jahr abgeschlossen. Claus Christian Schuster ehem. Pianist des Altenberg-Trios und Vorstandsmitglied der Österreichischen Brahms-Gesellschaft: "Mürzzuschlag ist ein besonderer Ort der Geistesgeschichte, wenn man nur offenen Auges durch die Wienerstraße geht und die Galerie der Gedenktafeln liest."
Vom Adaptierungsvorhaben informierten sich in einer Begehung Bürgermeister Karl Rudischer, Vizebürgermeister Franz Gstättner, Finanzstadtrat Karl Baumer, Kulturreferentin Urusla Horvat, weitere Mitglieder des Gemeinderates und Interessierte.
Heinz Veitschegger

Autor:

Susanne Ebner aus Mürztal

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