Einkaufsmarkt für Bedürftige geplant

Angelika Faustmann, Gabi Hasenberger, Hubert Hasenberger und Gerhard Mülleder haben ein und dasselbe Ziel: Sie wollen spätestens bis zum nächsten Sommer in der Gemeinde St. Barbara einen Vinzimarkt eröffnen.
Menschen mit geringem Einkommen können in diesem Markt Lebensmittel und Produkte des täglichen Bedarfs sehr günstig erwerben. "Der Verkaufspreis kann von 30 bis 50 Prozent des Normalwertes reichen", erklärt Faustmann. In der Steiermark gibt es bislang Standorte in Judenburg, Leibnitz, Voitsberg, Deutschlandsberg, Bad Aussee und zwei in Graz. "Wir hätten den ersten Vinzimarkt im kleineren, ländlichen Raum", sagt Hasenberger.

Weitere Mitglieder gesucht

Derzeit ist man auf der Suche nach weiteren Vereinsmitgliedern, die sich ehrenamtlich beteiligen möchten. Bis zum Frühjahr soll der Verein stehen. Die Idee für einen Vinzimarkt in Wartberg stammt vom Hausverwalter jenes Gebäudes, wo sich die Schlecker/Dayli-Filiale befand. "Der Hausverwalter würde ein Jahr auf die Miete verzichten." Man wolle sich für den Vinzimarkt, der für Menschen aus dem ganzen Bezirk sein soll, auch weitere Geschäftslokale in anderen Gemeinden ansehen. Um den Start des Projektes zu erleichtern, hofft das Team auf ein Geschäftslokal, das für mehrere Jahre mietfrei zur Verfügung gestellt wird.
Das Angebot in einem Vinzimarkt beinhaltet Waren, die falsch etikettiert oder kurz vor dem Ablaufdatum sind oder die Verpackung leicht beschädigt ist. Einkaufsberechtigt sind Personen, die alleinstehend weniger als 950 Euro, zu zweit weniger als 1.450 Euro, pro Kind zuzüglich 150 Euro, zur Verfügung haben. "Um Überschüsse zu erarbeiten, suchen wir Menschen, die sich ehrenamtlich zur Verfügung stellen, im Markt mitzuarbeiten, ebenso suchen wir Menschen, die uns mit Geld- oder Lebensmittelspenden unterstützen und Firmen, Märkte, Bauern, welche uns die Waren spenden", hofft Faustmann auf Unterstützung aus der Region.

Vinzimarkt

Der Trägerverein eines Vinzimarktes ist die Vinzenzgemeinschaft. Sie ist mit rund 1,3 Millionen Mitgliedern die größte ehrenamtliche Laienorganisation der Welt. Das spirituelle Vorbild ist Vinzenz v. Paul (1581-1660). Im Jahr 1990 entstand die Vinzenzgemeinschaft Eggenberg. Ziel war es, Obdachlosen der Stadt Graz eine Unterkunft zu geben. 1993 entstand unter Pfarrer Wolfgang Pucher das "VinziDorf". Aus der Vinzenzgemeinschaft Eggenberg sind seit 1990 weitere 33 Einrichtungen entstanden. In den Einrichtungen der "VinziWerke" Österreichs finden jeden Tag 450 Personen Unterkunft und 1.300 Personen bekommen Essen bzw. Lebensmittel. Zu den Projekten zählen u.a.: "VinziBus" (Abendbrot für Obdachlose), "VinziHaus" (Anlaufstelle für Hilfesuchende), "VinziMed" (Krankenstube für Bedürftige) oder "VinziShop" (billige Kleider für jeden).

Autor:

Angelina Koidl aus Mürztal

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