Klare Botschaft
Hausärzte im Bezirk sind für alle Fälle gerüstet

Günther Hirschberger: Der Distriktsarzt möchte Klarheit schaffen und mit herumgeisternden Desinformationen aufräumen.
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  • hochgeladen von Bernhard Hofbauer

"Wir behandeln kranke Menschen", so die Botschaft von Distriktsarzt und Bezirksärztevertreter Günther Hirschberger, die er immer wieder kommuniziert und von der Bevölkerung verinnerlicht haben möchte.

Hausärzte im Bezirk sind da

"Jeden Tag werden Desinformationen verbreitet, die Menschen kennen sich nicht mehr aus, daher ist es wichtig zu betonen, dass wir Hausärzte im Bezirk für unsere PatientInnen da sind", erklärt der in St. Barbara ansässige Distriktsarzt. "Wenn Sie krank sind oder sich krank fühlen, rufen Sie Ihren Hausarzt an", sagt Hirschberger und verweist dabei auf die Überlastung des Gesundheitstelefons. Im Bezirk hat man sich organisiert. In einer eigenen Covid-Gruppe herrscht ein reger Austausch zwischen den Hausärzten. Zudem steht man in regelmäßigem Kontakt mit den Krankenhäusern. "In unserem Bezirk sind wir gut aufgestellt und gut vernetzt. Manche Hausärzte haben eigene Infektionscontainer angeschafft, andere wiederum haben eigene Infektionssprechstunden eingeführt. Zudem bilden wir uns stets weiter. Die Patienten sollen einfach anrufen. Wir wissen, was zu tun ist", erklärt Hirschberger, der mit seiner Vorgehensweise gemeinsam mit seinen KollegInnen im Bezirk für Entlastung des Gesundheitstelefons sorgen möchte. "Wir können untersuchen, Blutbilder sowie Abstrich machen. Innerhalb von 24 Stunden haben wir ein Ergebnis", so der Bezirksärztevertreter. Dies heißt aber nicht, dass Hausärzte bedingungslos Covid-Tests durchführen. "Warum soll ich Symptomfreie abstreichen? Das ergibt überhaupt keinen Sinn", findet Hirschberger klare Worte.

Einfache Grundregeln

Kritik äußert er an den Entwicklungen der letzten Monate: "Wir haben in Österreich so gut begonnen. Leider ist das anfänglich rein gesundheitliche Thema zu einem politischen Thema geworden. So verbreiten sich falsche Informationen. Hinzu kommt, dass wir im Sommer zu locker waren und die Jugend revoltiert." Laut Hirschberger gilt es weiterhin, die einfachen Regeln "Tragen Sie eine Maske, desinfizieren Sie Ihre Hände und halten Sie Abstand" einzuhalten, um gut und gesund durch den Herbst und Winter zu kommen. Seiner Meinung nach könnte es durch die Einhaltung der Hygienemaßnahmen durchaus sein, dass die Grippewelle heuer nicht so stark ausfällt. Dennoch empfiehlt er jedem, der die Möglichkeit dazu hat, sich impfen zu lassen. "Leider gibt es jetzt schon enorme Engpässe, was den Grippe-Impfstoff angeht", so Hirschberger.

Die Lage in Bruck-Mürzzuschlag

Wir haben derzeit 17 Infizierte (Stand: 1. Oktober 2020) im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag. Dass die Lage bei uns trotz Industriegebiets und zahlreicher Einpendler so gut ist, liegt laut dem Bezirksärztevertreter zu einem großen Teil auch an der gesundheitlichen Versorgung. Allen, die aufgrund der zurzeit entspannten Situation im Bezirk an der Ernsthaftigkeit von Covid-19 zweifeln, sagt Hirschberger: Überlassen Sie diese Dinge den Fachleuten. Wie schnell sich die Lage aufgrund von Undiszipliniertheiten ändern können, haben wir bereits gesehen. Das Gebot der Stunde lautet: "Rücksicht nehmen!".

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