Hochwassergefahr minimieren

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In der letzten, routinemäßig veranstalteten Gemeindeversammlung im Stadtsaal der Stadt Mürzzuschlag wurden nicht nur bekannte Vorhaben angesprochen, sondern ausführlich über den Hochwasserschutz und die roten und gelben Zonen diskutiert.
"Menschen auf die Gefahren im Alltag, im besonderen zum Thema Selbstschutz Hochwasser, aufmerksam zu machen und sie auf unterschiedliche Ereignisse vorzubereiten, ist eine der Aufgaben des Steirischen Zivilschutzverbandes", sagte Referent Gilbert Frühwirt. Anhand von Beispielen wurde aufgezeigt, wie man sich vor den Gefahren eines Hochwassers, Hangwassers, Grundwassers oder auch vor Kanalisationsrückstauwasser schützen kann.

Neuregulierung Bäche

Bürgermeister Karl Rudischer kam in Folge auf die hochwassergefährdeten Bereiche in Mürzzuschlag zu sprechen. Einer der Bereiche liegt nordöstlich von Mürzzuschlag, wo der Bürgerwaldbach (Scheibengebiet) und der Mayerhoferbach bei immer wiederkehrendem Starkregen für Vermurungen bzw. Überschwemmungen im verbauten Wohngebiet Pernreit, Mauermanngasse, Obere Bahngasse bis zur Frachtenstraße (Bahndurchlass) sorgt. Nachdem die ÖBB durch bauliche Vorhaben im Bereich des Bahnhofes Interesse hat, diese Gefahrenquelle zu minimieren, hat die Stadtgemeinde gemeinsam mit der Wildbach- und Lawinenverbauung Steiermark und der ÖBB-Infrastruktur ein Projekt zur Verbesserung der Gesamtsituation in Auftrag gegeben.
Martin Streit von der Gebietsleitung Ost für Lawinen- und Wildbachverbauung berichtete, dass nach dem Gefahrenzonenplan und ausgehend von einem 150-jährigen Bemessungsereignis der Mayerhoferbach eine Geschiebefracht von 1500 und der Bürgerwaldbach eine Geschiebefracht von 700 Kubikmetern mit sich bringen kann. Geplant sind ein naturnaher, offener Gerinneausbau mit zwei Rückhaltebecken und eine Vergrößerung der bestehenden Verrohrung auf einen Durchmesser von einem Meter ab der ehemaligen Talstation der Skihütte bis zur Einmündung unter den Bahnkörper in die Fröschnitz. Nach Abschluss der Detailplanung und der rechtlichen Verfahren ist 2019/20 mit der Umsetzung des Projektes zu rechnen.

Heinz Veitschegger

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