Suizidprävention
Keine Situation ist ausweglos

GO-ON Suizidprävention: Verena Reitbauer und Ulrike Fuchs (sitzend) bilden das Regionalteam für Bruck-Mürzzuschlag. Tamara Gruber und Martin Schachner sind in Leoben im Einsatz.
  • GO-ON Suizidprävention: Verena Reitbauer und Ulrike Fuchs (sitzend) bilden das Regionalteam für Bruck-Mürzzuschlag. Tamara Gruber und Martin Schachner sind in Leoben im Einsatz.
  • Foto: Go On Suizidprävention
  • hochgeladen von Bernhard Hofbauer

Mit Aufklärungsarbeit soll der vergleichsweise hohen Suizidrate im Bezirk entgegengewirkt werden.

"Wenn man der Öffentlichkeit kommuniziert, dass Suizid jeden betreffen kann, dass es Hinweise in Äußerungen und im Verhalten von Menschen gibt, auf die man achten kann, und dass Hilfe verfügbar ist, ist das ein Weg, um Suizid zu verhindern", so der international renommierte Psychologe Edwin Shneidman anno 1958.

Auch heute noch wird im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag alle drei Wochen ein Suizid begangen. Hinzukommen ungefähr zehnmal so viele Selbstmordversuche. Insgesamt ist die Steiermark nach wie vor das Bundesland mit der höchsten Suizidrate Österreichs. Als Grund dafür sehen die Experten eine Mischung aus ökonomischen und sozialen Komponenten sowie persönliche Einstellungen.

Suizidprävention im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag

Um dem entgegenzuwirken und Öffentlichkeit für das Tabuthema zu schaffen, haben das Gesundheitsressort und die Psychiatriekoordinationsstelle des Landes Steiermark bereits im Jahr 2011 den Dachverband der sozialpsychiatrischen Vereine und Gesellschaften Steiermarks mit der Umsetzung eines Suizidpräventionsprojektes beauftragt. Dabei herausgekommen ist die "GO-ON Suizidprävention". Ulrike Fuchs und Verena Reitbauer bilden das Regionalteam Bruck-Mürzzuschlag und haben es sich zur Aufgabe gemacht, mithilfe von Vorträgen und Workshops auf das Thema aufmerksam zu machen, zu sensibilisieren und Information und Wissen zu vermitteln. "Wir sind keine Beratungsstelle, sondern ein Aufklärungsprojekt", erklärt die Allerheiligenerin Verena Reitbauer. "Gerade die jüngste Vergangenheit hat uns mit ihren Herausforderungen und Veränderungen gezeigt, dass es notwendig ist, sich mit Krisen, Krisenbewältigung, Resilienz und dem Aufbau von Ressourcen intensiver auseinanderzusetzen, deshalb bieten wir nun auch verstärkt Vorträge und Workshops speziell zu dieser Thematik an", so das Mürztaler Regionalteam.

Wichtige Sensibilisierung

"Die Vorträge können überall stattfinden, ganz egal ob in Firmen, Schulen, Kindergärten, bei Stammtischen oder in der Natur bei einem Spaziergang. Sinn ist es, Suizide zu verhindern und aufmerksam/achtsam seinen Mitmenschen gegenüber zu reagieren", erklärt Reitbauer. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich beim Regionalteam per E-Mail an bm@suizidpraevention-stmk.at oder unter der Telefonnummer 0664/88340366 zu melden.

Neben den Basisvorträgen und Workshops zur Suizidprävention und zur seelischen Gesundheit werden auch Online-Vorträge/Live-Webinare durchgeführt. Jedes Jahr, rund um den Welttag der Suizidprävention am 10. September und den Welttag der seelischen Gesundheit am 10. Oktober, macht "GO-ON" mit speziellen Aktionen auf die Thematik aufmerksam. In diesem Jahr wird in allen Regionen der Steiermark ein Streifzug veranstaltet, so auch im Mürztal.

Professionelle Hilfe in Krisenfällen

Neben HausärztInnen, FachärztInnen für Psychiatrie finden Sie Hilfe in den Psychosozialen Beratungsstellen der Region (www.plattformpsyche.at).
• Psychosoziale Beratungsstelle Kapfenberg, erreichbar unter 03862/22413.
• Beratungszentrum Mürzzuschlag, erreichbar unter 03852/4707.

Rund um die Uhr erreichbar:
Telefon Seelsorge Graz - Notruf 142.
Rat auf Draht - Notruf 147.
Männernotruf Steiermark: 0800 246 247.
LKH Graz Süd-West (Tel.: 0316 / 21 910).

Übernehmen Sie nicht zu viel Verantwortung! Wenn akute Selbstgefährdung besteht, zögern Sie nicht, über den Notruf der Polizei (133), der Rettung (144) oder über die europäische Notrufnummer (112) eine Hilfskette in Gang zu setzen!

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