Bereitschaftsdienst
Mürzer Ärzte verrichten freiwilligen Dienst

Günther Hirschberger erklärt den neuen Bereitschaftsdienst und ist stolz auf das Engagement der Ärzteschaft im Bezirk.
  • Günther Hirschberger erklärt den neuen Bereitschaftsdienst und ist stolz auf das Engagement der Ärzteschaft im Bezirk.
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  • hochgeladen von Bernhard Hofbauer

Den Mürztalern steht trotz neuer Ärzte-Bereitschaft am Wochenende eine Ordination zur Verfügung.

Da aufgrund des mit 1. April gestarteten neuen Bereitschaftsdiensts zunehmends Verwirrung in der Bevölkerung vorherrscht, haben wir uns mit dem Bezirksärztevertreter Günther Hirschberger getroffen, der versucht, Klarheit in die Sache zu bringen.

Wer, wann, wie, wo Dienst hat

Worum geht es also? "Montag bis Freitag, von 7 bis 18 Uhr, ist der Hausarzt für seine Patienten zuständig. Von 18 bis 24 Uhr gibt es dann den neuen Visitendienst, der über das neu eingerichtete Gesundheitstelefon unter der Nummer 1450 zu erreichen ist und täglich mit einem Arzt in jedem Sprengel besetzt ist. Von 24 bis 7 Uhr wird es keinen Bereitschaftsdienst geben. In dieser Zeitspanne sind nur der Rettungsdienst sowie Notärzte im Einsatz", erklärt Hirschberger.

An Sam-, Sonn- und Feiertagen sieht es folgendermaßen aus: Von 7 bis 18 Uhr wird der Visitendienst, ausschließlich erreichbar über das Gesundheitstelefon, doppelt besetzt sein. Von 18 bis 24 Uhr wird wieder nur ein Arzt im Sprengel unterwegs sein und für Hausbesuche zur Verfügung stehen. Danach sind bis zum Morgen wieder lediglich Rettung und Notarzt im Einsatz. Die Visitendienste werden von Ärzten aus der ganzen Steiermark versehen. Welche Ärzte konkret im Einsatz sind, wird nicht bekanntgegeben.

Zusatzservice im Mürztal

Als erste und einzige Region haben sich die Ärzte im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag allerdings einen zusätzlichen Service überlegt, um die Patienten zu versorgen bzw. die Überlastung der Krankenhäuser abzufedern. So wird an jedem Samstag und Sonntag sowie an jedem Feiertag eine Ordination auf der Achse Bruck-Neuberg von 9 bis 12 Uhr besetzt sein. "Bevor der Patient ins Krankenhaus fährt und stundenlange Wartezeiten auf sich nimmt, ist es vielleicht doch gescheiter, die nächste Ordination aufzusuchen", erklärt Hirschberger, der den freiwilligen Ordinationsdienst im Bezirk mit knapp 30 Ärzten aus der Region auf die Beine gestellt hat. "Unser Bezirk ist schon etwas Besonderes. Nur deswegen funktioniert das", zeigt sich der Bezirksärztevertreter stolz auf die Ärzteschaft. Welche Ordination geöffnet hat, erfahren die Menschen über das Gesundheitstelefon und Woche für Woche auf den Serviceseiten der WOCHE Mürztal. Wichtig in diesem Zusammenhang ist auch, dass die geöffneten Ordinationen an den Wochenenden und am Feiertag keinen Telefondienst versehen, sondern, dass dieser ausschließlich über das Gesundheitstelefon erfolgt.

Vorzeigeregion Bruck-Mürzzuschlag

Mit der Öffnung einer Ordination an den Wochenenden und Feiertagen nehmen die Ärzte im Bezirk eine Vorreiterrolle ein. "Wir waren die Ersten, die das in Angriff genommen haben. Mittlerweile wollen uns viele Sprengel aus der ganzen Steiermark folgen", erklärt Bezirksärztevertreter Günther Hirschberger. "Das neue Bereitschaftssystem wird in vielen Regionen mit Ärztemangel zu einer Verbesserung führen, in einem verwöhnten Bezirk wie Bruck-Mürzzuschlag ist das fraglich. Daher müssen wir das System Schritt für Schritt gemeinsam verbessern", so Hirschberger.

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