Ortsdurchfahrt
Mürzer Ortsdurchfahrt mit langer Geschichte

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Von einer staubgeplagten Schotterstraße bis zu einer asphaltierten umweltfreundlichen Ortsdurchfahrt.
Es war ein langer Weg bis der Bund 1929 die Ortsdurchfahrt Mürzzuschlag von einer Schotterstraße zu einer staubfreien Asphaltstraße machte. Die entlang der Grazer- und Wiener Straße wohnhaften Bürger beklagten sich laufend über die zunehmende Staubentwicklung. Die geschotterte Hauptstraße und der stärker gewordene Autoverkehr sowie die noch vielen Fuhrwerke waren mit die Ursache.

Gesundheitsschädlicher Staub
Die damalige Gemeindevertretung konnte sich der vielen Beschwerden aus der Bevölkerung kaum noch erwehren. Um so mehr als man ihnen vorhielt, dass Kindberg bereits 1909 die Reichsstraße durch den Markt beteert bekam. In einem Gemeindebericht der damaligen Marktgemeinde Mürzzuschlag aus dem Jahr 1919 ist zu lesen: "Die Säuberung der Straßen wird von zwei Gemeindearbeitern besorgt. Im Frühjahr und nach größeren Niederschlägen werden zeitweise mehrere Arbeiter eingeteilt. Zur Linderung der gesundheitsschädlichen Staubplage, besonders längs der Bundesstraße, wird zwecks Erreichung einer ausgiebigen Bespritzung mit einem Kostenaufwand von 3,5 Millionen Kronen ein Schlauchkarren eingesetzt."
In einem Protokoll aus dem Jahr 1920 steht zu lesen: "Für die Erhaltung der Straßen einschließlich der Gehwege wurden insgesamt 1.400 Kubikmeter Schotter, Kiesel und Sand verarbeitet." Vermerkt ist außerdem, dass von den Fuhrwerks- und Lastautobesitzern ein Beitrag zur Straßenerhaltung eingehoben wird. Seit frühester Zeit hatte die Straße durch Mürzzuschlag eine besondere Bedeutung, war sie doch schon für Kelten und Römer noch als "Saumpfad" und ab 1060 eine wichtige Verbindung für Handelsreisende über den Alpenpass Semmering.

Wichtige Transportstraße

Mit dem Privileg von 1360 (Eisenrecht) verstärkte sich die Verbindung zu einer wichtigen Transportstraße zwischen Triest, Venedig und Wien. 1961/62 und zwischen 2010 und 2016 kam es zur Erneuerung der Ortsdurchfahrt. Seit 1980 kann Mürzzuschlag mit der Südumfahrung durch den 2.135 m langen Ganzsteintunnel umweltfreundlich umfahren werden.

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