Schachtarbeiten haben begonnen

Tunnelpatin Schöggl löste im Beisein von Wilfing, Kern, Stöger, Schickhofer (v.li.) symbolisch eine Sprengung in einem der Schächte aus.
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  • Tunnelpatin Schöggl löste im Beisein von Wilfing, Kern, Stöger, Schickhofer (v.li.) symbolisch eine Sprengung in einem der Schächte aus.
  • hochgeladen von Angelina Koidl

"Der Semmering-Basistunnel ist nicht nur ein Tunnel, sondern wir reden hier über ein System, das Bahnfahren revolutionieren wird", betonte Christian Kern, Vorstandsvorsitzender der ÖBB-Holding AG, beim feierlichen Start der Schachtarbeiten im Fröschnitzgraben in Steinhaus am Semmering, am Donnerstag, die Wichtigkeit dieses Baus.

Feierlicher Start der Schachtarbeiten

Zum Auftakt für den Bau der beiden Tunnel-Schächte waren auch der Bundesminister für Verkehr, Innovation & Technologie Alois Stöger, Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Schickhofer, der niederösterreichische Verkehrslandesrat Karl Wilfing, René Kotacka, Leiter des Implenia Geschäftsbereichs Infrastructure, sowie hunderte Festgäste gekommen.

400 Meter tiefe Schächte

Nach den abgeschlossenen Vorarbeiten wird jetzt an den beiden rund 400 Meter tiefen Schächten gearbeitet, über die der Tunnelbau in Richtung Gloggnitz und Mürzzuschlag vorangetrieben wird.

11 Mrd. werden in Ausbau der Südstrecke investiert

"Die Republik Österreich investiert 11 Mrd. Euro in den Bahnausbau der Südstrecke. Damit werden wir die Fahrzeiten und den Komfort für die Fahrgäste deutlich verbessern und können auch auf der Südstrecke noch mehr Menschen für die Bahn begeistern", sagte Bundesminister Stöger. Am Fuß der Schächte beginnt 2017 der Bau der Tunnelröhren. Die Schächte werden später als Belüftung der Nothaltestelle dienen.

Ein "Freudentag"

Für LH-Stv. Schickhofer war dieser Baubeginn ein "Freudentag": "Generationen von Steirerinnen und Steirern haben für die Zukunft gekämpft, mit dem Semmering-Basistunnel schaffen wir Zukunft für die Steiermark, Österreich, für Europa." Die Anbindung an die zentraleuropäische Verkehrsachse von Warschau bis zu den großen Häfen in Venedig und Ravenna sei die Chance für den Erfolgsstandort Steiermark.

"Highlight im öffentlichen Verkehr"

Mit dem Sprichwort "Was lange währt, wird endlich gut" begann Landesrat Wilfing seine Rede und betonte, dass der Semmering-Basistunnel ein "Highlight im öffentlichen Verkehr" sei. Kotacka zeigte sich über die Chance erfreut, zusammen mit ARGE-Partner Swietelsky beim mittleren und größten der drei Tunnel-Baulose mitzuwirken.

Tunnelpatin Elisabeth Schöggl

Nach einer ökumenischen Segnung richtete Tunnelpatin Elisabeth Schöggl, Witwe des in Lassing verstorbenen Josef Schöggl, ihre Grußworte an Festgäste und Mineure. Schöggl löste im Rahmen der Feier auch symbolisch eine Sprengung in einem der Schächte aus.

Details

Der Tunnel-Abschnitt Fröschnitzgraben ist der mittlere von drei Abschnitten des Semmering-Basistunnels. Die beiden Schächte die derzeit entstehen, werden 400 Meter tief sein - das entspricht der Höhe eines Wolkenkratzers mit über 130 Stockwerken. Auf rund 13 Kilometer wird der Tunnel vom Fröschnitzgraben aus in Richtung Gloggnitz und Mürzzuschlag gebaut. Der vier Kilometer lange Abschnitt Richtung Mürzzuschlag entsteht im Bagger- und Sprengvortrieb. Für den neun Kilometer langen Abschnitt Richtung Gloggnitz werden zwei Tunnelbohrmaschinen verwendet. Nachdem das Bundesverwaltungsgericht grünes Licht für den Semmering-Basistunnel gab, konnten alle Arbeiten uneingeschränkt beginnen - neben den Arbeiten in der Deponie Longsgraben auch der Bau der Tunnel-Schächte.

Zukunft

Der zweite Tunnel-Abschnitt Gloggnitz liegt in Niederösterreich. Auf einer Länge von mehr als sieben Kilometern wird in einem Bagger- und Sprengverfahren von zwei Baustellen ausgehend gebaut: Schon ab dem Herbst wird vom Tunnelportal in Gloggnitz in Richtung Mürzzuschlag gegraben bzw. vom Zugangsschacht Göstritz (Schottwien) bauen Mineure Richtung Gloggnitz und Mürzzuschlag.
Mit den Tunnelbauarbeiten für den dritten Tunnel-Abschnitt Grautschenhof soll im Frühjahr 2016 begonnen werden, derzeit läuft die Detailplanung.
Der rund 27 km lange, zweiröhrige Semmering-Basistunnel soll 2026 fertig sein. In zwei Stunden reist man dann von Wien nach Graz - eine Zeitersparnis von 30 Minuten. Die ÖBB erwartet sich durch den Bau mehr Güter- wie auch Personenverkehr.

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