Im Gespräch mit dem Europameister
Michael Scheikl: "Es war die bisher beste Saison"

Im Gespräch mit dem sympathischen Naturbahnrodler.
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  • Im Gespräch mit dem sympathischen Naturbahnrodler.
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Für Michael Scheikl war der heurige Winter der erfolgreichste in seiner 23-jährigen Karriere.

Europameister, Gesamtweltcup-Zweiter und seit dem letzten Wochenende auch noch steirischer Meister: Für den Kindberger Naturbahnrodler Michael Scheikl hätte die Saison nicht viel besser laufen können. Wir haben den zurzeit erfolgreichsten Mürztaler Sportler zum Interview getroffen.

Herzliche Gratulation zum Erreichten. Wie blickst du persönlich auf die Saison 2019/20 zurück?
MICHAEL SCHEIKL: Es war die beste Saison, die ich je gehabt habe. Ich konnte bereits den Weltcup-Auftakt gewinnen und habe das Selbstbewusstsein von da an mitnehmen können. In der Mitte der Saison gab es einen kleinen Hänger, doch davon konnte ich mich schnell erholen. Danach blieb es bis zum Schluss spannend. Der Europameistertitel in Moskau war natürlich der Höhepunkt, auch wenn ich es erst realisieren konnte, als ich wieder zu Hause war.
In Kindberg wurdest du ja feierlich empfangen. Wie hat sich das angefühlt?
Da sind einige Emotionen hochgekommen, da man realisiert, dass die Menschen wertschätzen, was man macht.

Für Michael Scheikl gab es heuer zahlreiche Gelegenheit zu jubeln.
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Du blickst mittlerweile auf eine lange Karriere zurück. Wie hat das eigentlich alles angefangen?
Ich bin jetzt 30 Jahre alt und seit 23 Jahren auf der Rodel unterwegs, zwölf Jahre davon im Weltcup. Meine ersten Erfahrungen habe ich auf der Sommerrodel in den Jahren 96/97 gesammelt, da mein Onkel früher Rennen gefahren ist. Von da an hat mich die Leidenschaft gepackt und ich habe sämtliche Stationen von der Jugend bis in den Weltcup durchlaufen.

Und wie sieht dein Alltag zur Zeit aus? Ich nehme an, dass man vom Rodeln nicht leben kann.
Das ist absolut korrekt. Ich habe einen ganz normalen Beruf, bei dem ich 30 Stunden angestellt bin. Zum Glück erlaubt mir mein Arbeitgeber im Sommer Überstunden zu machen, die ich dann im Winter für die Rodelsaison verbrauche. Dafür bin ich sehr dankbar. Reich wird man mit dem Rodeln auch als Europameister nicht, da gehört viel Idealismus dazu.

Wie sieht die Zukunft aus? Wie lange dürfen wir dich noch auf der Naturbahn bewundern?
Nächstes Jahr sicher noch (lacht). Ich möchte nicht zu weit in die Zukunft blicken, denn es kann so viel passieren. Umfeld und Unterstützung müssen genauso passen, wie es gilt, verletzungsfrei zu bleiben. Ich weiß, dass das Leben als Sportler ein Ablaufdatum hat.

Kindbergs Europameister: Michael Scheikl kann auf eine herausragende Saison zurückblicken.
  • Kindbergs Europameister: Michael Scheikl kann auf eine herausragende Saison zurückblicken.
  • Foto: Miriam Jennewein
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Derzeit wird verhandelt Naturbahnrodeln bis 2026 olympisch werden zu lassen. Das wäre doch ein enormer Ansporn bis dahin weiterzumachen, oder?
Natürlich wäre das ein Traum, aber eine Entscheidung wird frühestens 2023 gefällt. So weit kann man nichts planen und nur aus Zwang weiterzumachen, kommt für mich nicht infrage. Ich bin dann immerhin 36 und ich bin froh, dass ich auch einen anderen Job habe, den ich gerne mache. Es ist aber richtig, dass die Chancen für den Sport olympisch zu werden, so gut stehen wie noch nie zuvor.

Autor:

Bernhard Hofbauer aus Mürztal

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