Covid Fighters
Ein Jahr im Kampf für die Gesundheit

Die Hirne in der Gründungsphase: Ferenc Raduly, Pierre Hopmeier, Boris Fahrnberger, Raphael Zöscher und Toni Erber.
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  • Die Hirne in der Gründungsphase: Ferenc Raduly, Pierre Hopmeier, Boris Fahrnberger, Raphael Zöscher und Toni Erber.
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Mit einem Mürztaler an Bord haben die "Covid Fighters" das schwierige letzte Jahr gut genutzt.

Mit acht Mitarbeitern und einem Container wurde im Frühjahr des vergangenen Jahres das IT/Gesundheits-Start-up "Covid Fighters" gestartet. Als kaufmännischer Gesellschafter begleitet der Alt-Hadersdorfer Raphael Zöscher das Projekt von Beginn an. 

Ideentreiber Corona

Eigentlich war der Plan kein Geringerer als das Internet zu revolutionieren und eine dezentrale Serverlandschaft auf die Beine zu stellen. Dann kam den jungen Entwicklern der "Artichoke Computing GmbH" allerdings die Pandemie in die Quere und aus der dezentralen Serverlandschaft wurde eine dezentrale Covid-Testlandschaft. "Die außergewöhnliche Situation, in die wir alle durch Corona geraten sind, hat uns motiviert, einen Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie leisten zu wollen", so Mitgründer Boris Fahrnberger bei der Präsentation des ersten Testcontainers vor einem Jahr. Kurzerhand wurde ein Labor entwickelt, in welchem zügig PCR-Tests durchgeführt und ausgewertet werden können. "Wir waren die ersten, die mit einem Containerkonzept begonnen haben und sind bisher auch die einzigen, die ein Labor in einem solchen betreiben", erklärt Zöscher.

Ein Jahr später können die "Covid Fighters" auf 50.000 durchgeführte PCR-Tests verweisen. 2.500 positive Befunde wurden übermittelt. Aus einem Container sind mittlerweile zehn Stück geworden, die Mitarbeiterzahl hat sich von acht auf knapp 70 erhöht.

50.000 PCR-Tests hat das Start-up bereits durchgeführt.
  • 50.000 PCR-Tests hat das Start-up bereits durchgeführt.
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Langfristige Nutzung

Aufgrund des Firmensitzes in Niederösterreich befindet sich auch das vorwiegende Einsatzgebiet im Nachbarbundesland. "Wir sind dort für die Testungen an den Schulen verantwortlich und haben Kooperationen mit der Landesregierung und diversen Firmen. Man findet uns allerdings auch an öffentlichen Plätzen in Linz und Wien", erklärt der Mürztaler Gesellschafter. In der Steiermark befindet sich der einzige Standort im Industriegebiet Raaba in Graz. Aufgrund des großen Interesses nach dem einzigartigen System wurden die Fühler allerdings auch bereits international ausgestreckt. Aber was geschieht mit dem Unternehmen eigentlich wenn die Pandemie vorbei ist? "Wir haben im letzten Jahr so viel Erfahrung und Expertise im medizinischen Bereich gesammelt, dass wir uns künftig auch im Consulting-Bereich etablieren möchten. Zudem sind unsere Container danach keineswegs unbrauchbar. In wenigen Schritten lassen sich unsere Labors nachrüsten und können beispielsweise für Aids-, Ebola- oder Abwassertests verwendet werden. Dahingehend gibt es auch schon Anfragen aus Schwellenländern", erklärt Zöscher. Der Kampf für die Gesundheit geht also auch nach Covid weiter.

Die Covid Fighters waren die ersten, die mit einem Containerkonzept begonnen haben und sind bisher auch die einzigen, die ein Labor in einem solchen betreiben
  • Die Covid Fighters waren die ersten, die mit einem Containerkonzept begonnen haben und sind bisher auch die einzigen, die ein Labor in einem solchen betreiben
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Neues Testverfahren ist bereits im Einsatz

Während sich kostengünstige Antigentests breitflächig in den Teststraßen und Apotheken des Landes etabliert haben, setzen die Covid-Fighters bislang auf PCR-Tests. Künftig sollen allerdings auch vermehrt sogenannte RT-Lamp-Tests zum Einsatz kommen. "Auch dabei handelt es sich um einen RNA-Test, der günstiger, aber gleich zuverlässig wie ein PCR-Test ist. In Niederösterreich haben wir diese bereits im Einsatz und sehr gute Erfahrungen gemacht", erklärt Zöscher. Die RT-Lamp-Tests wurden von Wissenschaftlern in Wien entwickelt und kommen vermehrt in Spitälern und Diagnostikzentren zum Einsatz.

Erste Projektpräsentation im Frühjahr 2020

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