Sanierungsverfahren
So steht die Lage bei der Herbitschek GmbH

Mit ihrer Lehrlingsakademie gehört Herbitschek auch zu den wichtigsten Ausbildungsbetrieben.
  • Mit ihrer Lehrlingsakademie gehört Herbitschek auch zu den wichtigsten Ausbildungsbetrieben.
  • Foto: Herbitschek
  • hochgeladen von Anneliese Grabenhofer

Wie bereits vor drei Wochen berichtet, wurde mit Edikt des Landesgerichtes für ZRS Graz ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung über das Vermögen des Familienunternehmens Herbitschek Gesellschaft m.b.H. eröffnet. 

Im Vordergrund des Verfahrens steht derzeit die Stabilisierung des Unternehmens und die Abwicklung der laufenden Aufträge.Zum Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung waren 240 Bauvorhaben anhängig und der offene Auftragsstand per 18. November belief sich auf 25 Millionen Euro.

Es wurde ein besonderer Verwalter für Großprojekte/Bauvorhaben eingesetzt. Die Bauvorhaben wurden in unterschiedlichen Kategorien eingeteilt. Bei fünf Bauvorhaben, die jedoch einen offenen Auftragsstand von ca. 11,9 Millionen Euro aufweisen, zeigt sich, dass im Falle eines Vertragseintrittes erhebliche Verluste erzielt werden, sodass die zuständigen Insolvenzverwalter bereits bei vier Projekten den Nichteintritt erklärt haben und beim fünften Bauvorhaben um Alternativlösungen bemüht sind.

Bisher keine Kündigungen

In den sonstigen Bereichen wird das Unternehmen weitergeführt, wobei 289 Dienstnehmer, nämlich 168 Arbeiter, 90 Angestellte und 31 Lehrlinge beschäftigt werden. Obgleich das Unternehmen noch vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens das Frühwarnsystem eingeleitet hat, wurden bislang keine Dienstverhältnisse aufgelöst. Ob und in welchem Umfang Restrukturierungsbedarf besteht, werden erst die weiteren Überprüfungen zeigen.

Die monatlichen Lohnkosten belaufen sich auf ca. 1,2 Millionen Euro, dies ohne Sonderzahlungen. Zudem befinden sich 47 Dienstnehmer noch im Abfertigungssystem "alt", sodass auch im Falle einer Sanierung Rückstellungen in einer Größenordnung von ca. 1,9 Millionen Euro zu bilden sein werden. Die Sicherung des Fortbetriebes steht schon deshalb im Vordergrund, da ein vorliegender Status Verbindlichkeiten zu Buchwerten in der Höhe von ca. 13,8 Millionen Euro aufgewiesen hat, wobei sich diese Verbindlichkeiten im Falle einer Liquidation verdoppeln würden.

Ob und unter welchen Bedingungen das Unternehmen fortgeführt werden wird, wird sich nächste Woche in der Berichtstagsatzung entscheiden.

Autor:

Bernhard Hofbauer aus Mürztal

following

Du möchtest diesem Profil folgen?

Verpasse nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melde Dich an, um neuen Inhalten von Profilen und Bezirken in Deinem persönlichen Feed zu folgen.

8 folgen diesem Profil

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!



Kommentare

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.