17.01.2018, 17:19 Uhr

Die Lehre: Etwas mit Händen, Herz und Hirn schaffen..

GASTKOMMENTAR

Gabriel Feiner ist der Schmied

"Wenn du die Lehre nicht schaffst, musst du halt weiterhin zur Schule gehen" ;-)
Soweit ist es noch nicht, aber der von vielen Eltern als Drohung gesagte Satz "Wenn du nicht genug für die Schule lernst, musst du eine Lehre machen!" stimmt schon lange nicht mehr.

Ein Lehrling bekommt vom ersten Monat an seine Lehrlingsentschädigung (oft mehr als ein fertiger Architekturstudent im ersten Praktika).
Durch die duale Ausbildung in Berufsschule und Lehrbetrieb steht er voll im Arbeitsleben, sammelt Erfahrung und praktisches Wissen und wird meist zusätzlich lehrbetriebsspezifisch in speziellen Kursen Weiterbildung erfahren.
Viele Firmen im Mürztal suchen Facharbeiter und Lehrlinge, leider ist es bei manchen Jugendlichen nicht in: pünktlich, fleißig, interessiert und verantwortungsbewusst zu sein, andere wieder haben Ausdauer, Ehrgeiz und Hausverstand. Es scheint, das die Talente sehr ungerecht verteilt sind.

In unserer Firma war ich selbst der letzte Lehrling der den Polytechnischen Lehrgang vor der Lehre besuchte. Heute kommen unsere Lehrlinge aus landwirtschaftlichen Fachschulen, Hauswirtschaftsschule oder sind HTL-Abbrecher.
Wir beurteilen die Kandidaten seit 40 Jahren und mussten leider feststellen, dass oft Volksschüler besser schreiben und rechnen als einige 15-jährige.
Traurig ist, dass junge Leute mit wenig Wissen heute am Arbeitsmarkt kaum Chancen haben, weil es keine Hilfsarbeiter-Jobs gibt. Einfache Arbeiten werden von Maschinen oder im Ausland erledigt.
Daher meine Bitte an junge Menschen, interessiert Euch, lernt, seid freundlich und seht Euch verschiedene Lehrberufe an, denn Etwas mit Händen, Herz und Hirn zu schaffen gibt Lebenssinn und ist erfüllend!
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Gerhard Woger aus Deutschlandsberg | 19.01.2018 | 09:45   Melden
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