25.07.2016, 14:23 Uhr

Ein In-Lokal mit hausgemachter Stärke

Große Auswahl: Edith und Bernd Binder hinter der Eisvitrine, worin sich immer 20 verschiedene selbstgemachte Sorten finden.

St. Barbara: Die Cafe-Konditorei Binder ist bekannt für hausgemachte Mehlspeisen und Eis.

Die Konditorei Binder in St. Barbara-Mitterdorf gibt es bereits seit 1934. Konditormeister Bernd und seine Frau Edith führen den Familienbetrieb bereits in dritter Generation. Drei Mitarbeiter hat das Ehepaar beschäftigt. Die Cafe-Konditorei ist bekannt für selbstgemachte Torten sowie selbstgemachtes Eis. Außerdem verfügt der Betrieb über 14 Fremdenzimmer mit insgesamt 29 Betten.

Warum sollte man zu Ihnen kommen. Was sind Ihre Stärken?
Bernd Binder: Unsere Stärken sind Persönlichkeit, wir haben Spitzenqualität beim Eis und bei unseren Mehlspeisen. Alles ist hausgemacht. Wir sind ein bisschen ein In-Lokal, in das jung und alt gerne kommen.

Wie schaut es mit Lehrlingen aus. Ist es schwer bei uns Konditorlehrlinge zu finden?
Bernd Binder: Die ganzen Jahrzehnte haben wir immer wieder Lehrlinge ausgebildet. Jetzt habe ich schon das dritte Jahr keinen Lehrling mehr. Wir bekommen keine Unterstützung. Zwischendurch hat es aber einmal eine kleine Förderung gegeben. Ein Problem ist auch, Lehrlinge sind drei Jahre im Betrieb. Von den drei Jahren sind sie fast eineinhalb Jahre nicht da. Das heißt, in der Schule oder im Urlaub. Anfragen für einen Lehrstellenplatz hätten wir aber genug.

Was war die aufwendigste Torte, die Sie je gemacht haben?
Bernd Binder: Das war eine Hochzeitstorte mit neun Stöcken, eineinhalb Meter hoch. Ein Tag ist dafür zu wenig. Ein gut Geübter braucht schon einen Tag für die Vorbereitungsarbeiten, für die Torte selbst dann auch noch einen Tag.

Wer sind Ihre Übernachtungsgäste, woher kommen Sie?
Edith Binder: Von Mai bis Mitte September sind es hauptsächlich Wanderer und Pilger die bei uns übernachten. Aber auch viele Vertreter der umliegenden Firmen quartieren sich bei uns ein. Wir sind immer gut ausgelastet.

Selbstgemachtes Eis. Was wird gerne gegessen?:
Bernd Binder: Wir sind einige der wenigen Betriebe im ganzen Mürztal, die das Eis noch selbst machen. Neben den Klassikern wie Vanille, Schoko, Erdbeere, Banane, Himbeere machen wir immer wieder neue Kreationen. Ein Renner seit vorigem Jahr ist zum Beispiel die Sorte Butterkeks oder Pinguino. Wenn ich mich selber wieder einmal reinstelle und kreativ bin, mache ich ein Red Bul-Eis oder ein Kürbiskerneis. In der Vitrine haben wir ständig ungefähr 20 verschiedene Eissorten. Aber auf Lager habe ich mehr als 30. Wir machen auch Hugo Eis, Aperol Spritz-Eis. Es gibt nichts, was es nicht gibt beim Eis.

Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus?
Bernd Binder: Wir haben zwei Töchter. Eine studiert das dritte Jahr schon Jus, die zweite macht Kunst- und Mediendesign. Leider Gottes werden wir wahrscheinlich keinen Nachfolger haben. Ich bin 52, meine Frau wird 50. Wir schauen, dass wir in den nächsten Jahren unsere Gäste noch gut bedienen können und dann werden wir weiter schauen. Kann sein, vielleicht machen wir irgendwas ganz Anderes. Aber das steht noch in den Sternen.
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