08.02.2017, 08:55 Uhr

"Juwelen" für den Vinzimarkt

70 kg Mehl für Vinzimarkt: Angelika Thenhalter und Angelina Koidl von der WOCHE übergaben die "Juwelen" an Kiedl und Faustmann.

WOCHE übergab 70 Kilogramm Mehl der "Vinzenzgemeinschaft St. Barbara".

Im Vinzimarkt in St. Barbara-Wartberg können Mürztaler mit geringem Einkommen, Lebensmittel und Produkte des täglichen Bedarfs sehr günstig erwerben. 208 Berechtigungskarten hat der Verein "Vinzenzgemeinschaft St. Barbara" bereits ausgestellt. Das Angebot im Vinzimarkt beinhaltet Waren, die falsch etikettiert oder kurz vor dem Ablaufdatum sind oder die Verpackung leicht beschädigt ist - die für den herkömmlichen Verkauf nicht geeignet sind. Eineinhalb Jahre nach der Vinzimarkt-Eröffnung konnte das ehrenamtlich arbeitende Team bereits ein gutes Netzwerk zu umliegenden Märkten aufbauen, auch viele Privatpersonen kommen regelmäßig vorbei, um Waren vorbeizubringen. Auch das Team der WOCHE Mürztal besuchte letzte Woche den Vinzimarkt, um 70 Kilogramm Mehl zu schenken, übrig geblieben von der WOCHE-Backaktion.

Mangelware

"Juwelen. Das ist toll. Vielen Dank. Mehl ist immer Mangelware bei uns", so Elisabeth Kiedl, Obfrau des Vereins. Wie auch Kaffee, Öl, Zucker oder Toiletteartikel. Weggeworfen wird im Vinzimarkt nichts. Aus übrigem Gebäck werden Brösel gerieben, aus Obst und Gemüse macht Irene Baronyay Marmelade, Chutney und Pesto. "997 Gläser waren es im letzten Jahr", sagt die Wartbergerin. 38 Mürztaler engagieren sich im Verein, darunter nur fünf Männer. Von Anfang an mit dabei ist auch Apollonia Schwaighofer. Sie hilft zweimal in der Woche im Vinzimarkt mit. "Mir geht es gut, da möchte ich was weitergeben. Dazu braucht man kein Geld, sondern Zeit", sagt Schwaighofer.
Die "Vinzenzgemeinschaft St. Barbara" unterstützt aber auch durch viele Soforthilfen. "Einmal in der Woche kommt das sicher vor. Wir unterstützen unsere Kunden beispielsweise bei Notfällen im sozialen Bereich, bei Rückständen bei der Stromrechnung, aber auch gratis Einkäufe zählen dazu", erklärt Vereinsmitglied Angelika Faustmann. Asylwerber in St. Barbara werden vom Team mit Lebensmitteln oder Kleidung versorgt. "2017 werden wir weiters auch Mindestpensionisten in St. Barbara mit Hilfe von Gutscheinen unterstützen", so Kiedl.
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