18.10.2017, 09:00 Uhr

Wintercheck fürs Auto: Sicher durch die Winterzeit

Wer sich lange Wartezeiten bei Werkstätten ersparen möchte, sollte rechtzeitig daran denken einen Termin zu vereinbaren. (Foto: I. Mojzes/Fotolia)

Für Winterreifen gilt die Faustregel "November bis Ostern". So wird das Chaos beim Wintereinbruch vermieden.

Nach der ersten Frostnacht und mit den ersten Schneeflocken des Winters bilden sich Jahr für Jahr lange Schlangen und Wartezeiten an den heimischen Werkstätten. Viele Autofahrer entscheiden sich allerdings immer noch auf den buchstäblich letzten Drücker dazu, von Sommer- auf Winterreifen zu wechseln. Dabei sollte längst bekannt sein, dass Winterreifen nicht erst bei Schnee, Eis und Matsch die richtige Wahl für eine sichere Ausfahrt sind.

Rechtzeitig umsteigen


Von November bis Ostern, genauer gesagt von 1. November bis 15. April, gilt in Österreich die Vorschrift zur Winterreifenpflicht mit dem ausdrücklichen Zusatz "bei winterlichen Fahrverhältnissen". Bereits ab Außentemperaturen von sieben Grad Celsius bieten Winterreifen jedoch aufgrund ihrer speziellen Gummimischung mehr Haftung als Sommermodelle. Daher empfiehlt sich ein frühzeitiger Wechsel auf die Winterbereifung - das erhöht nicht nur die Sicherheit auf der Straße, sondern erspart auch lästige Wartezeiten in den Werkstätten, wenn alle anderen Autofahrer wechseln wollen.

Auf die Profiltiefe achten


Winterreifen müssen eine Profiltiefe von mindestens 4 mm bei Radialreifen (häufigste Reifenbauart) und 5 mm bei Diagonalreifen aufweisen. Das gilt auch für sogenannte Ganzjahresreifen. Winterreifen, die diese Mindestprofiltiefe nicht mehr erreichen, aber über der Mindestprofiltiefe von Sommerreifen (1,6 mm) liegen, dürfen grundsätzlich als Sommerreifen weiterverwendet werden. Im Hinblick auf die Verkehrssicherheit wird jedoch empfohlen, immer eigens für die Jahreszeit entwickelte Reifen zu verwenden. Neben der Profiltiefe sollten Autofahrer den Reifenfülldruck regelmäßig überprüfen. Um die Felgen zu schonen, ist es zudem sinnvoll, Reste von Salz, Matsch und Eis regelmäßig zu entfernen.

Alte Autobatterien sollten gewechselt werden


An kalten Tagen entstehen nach Erfahrung der Autofahrerclubs die häufigsten Probleme aufgrund schwächelnder Autobatterien. In vielen Fällen sind die Fahrer also schon vor dem Start auf einen Pannenhelfer angewiesen. Damit das nicht passiert, sollten alte Batterien rechtzeitig ausgewechselt werden. Zur Sicherheit hilft es außerdem, ein passendes Starthilfekabel im Auto zu haben. Wichtige Frage: Reicht der Frostschutz im Kühler bis minus 25 Grad? Wenn nicht, sollte man ein Frostschutzmittel nachfüllen. Denn friert der Kühler ein, kann es zu einem Motorschaden kommen, und es werden Reparaturen fällig. Kontrollieren kann man den Frostschutz mit einem Prüfgerät an der Tankstelle oder in der Werkstatt.

Nicht erst bei Schnee Reifen wechseln


Ö. Die situative Winterausrüstungspflicht gilt ab dem 1. November. Nicht erst bei Schneefahrbahn, sondern schon bei niedrigen Temperaturen sind Winterreifen sicherer. "Kommen Sommerreifen, wenn es sehr kalt ist zum Einsatz, lässt der Griff deutlich nach. Die Folgen: Verlängerung des Bremsweges auf nasser und glatter Fahrbahn sowie schlechtere Seitenführung in Kurven. Auf Schneefahrbahn kann der Bremsweg mit Sommerreifen sogar doppelt so lang sein wie mit Winterreifen", informiert der ÖAMTC. Die Gummimischung von Winterreifen ist speziell auf die kalte Jahreszeit ausgerichtet. Ihre Profiltiefe muss die ganze Saison hindurch mindestens vier Millimeter betragen. Wenn Risse oder andere Schäden zu erkennen sind, ist es Zeit für einen Reifenneukauf: "Eine Investition in die Sicherheit, die sich in jedem Fall lohnt", so ÖAMTC-Techniker Thomas Stix.

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