01.11.2016, 19:15 Uhr

Bahn bringt Impulse für Mürz

Durch den Bau des Semmering-Basistunnels ergeben sich für Mürzzuschlag neue Stadtentwicklungspotentiale.

In der jüngsten laut der steirischen Gemeindeordnung vorgesehenen Gemeindeversammlung der Stadt Mürzzuschlag, wo die Bevölkerung über Aktuelles informiert wird, aber auch von Seiten der Bewohner Anfragen und Beschwerden eingebracht werden können, gab es ein Hauptthema: "Semmering-Basistunnel mit Begleitinvestitionen in Mürzzuschlag, Bereich Bahnhof".
Bgm. Karl Rudischer eröffnete im Stadtsaal die Versammlung im Beisein des Gemeinderates und Vertretern der ÖBB. Der Bürgermeister verwies eingangs auf die, sich durch den Semmering-Basistunnel (SBT) ergebenden Bauvorhaben durch die ÖBB. "Das Projekt des SBT hat eine europäische Dimension und hat auch für Mürzzuschlag bedeutende Auswirkungen in der Stadtentwicklung", so Rudischer. Konkret nannte Rudischer den Rückbau des unter Denkmalschutz stehenden Bahnhofsgebäudes, die Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes mit Errichtung eines neuen Busbahnhofes, die Erweiterung der Park & Ride-Anlage sowie zusätzliche Umgebungsbebauungen.

Vorhaben in Mürzzuschlag

Die Arbeiten am SBT haben seit Mai mit drei Baustellenabschnitten voll eingesetzt, erklärte Projektleiter Gerhard Gobiet und erläuterte die einzelnen Bauabschnitte und die Vorhaben in Mürzzuschlag, die 2019 beginnen und 2024 abgeschlossen sein müssen. Neben der Errichtung des Portalbereiches des zweiröhrigen Tunnels unweit des bestehenden alten Sondierstollens wird der Bahnhof mit Berücksichtigung als Unesco-Welterbe großzügig modernisiert, der Vorplatz vergrößert und mit einem Busbahnhof, Taxi-Standplätzen usw. ausgestattet.
Das bestehende Traktionsgebäude auf der Seite des Südbahnmuseums wird geschleift. Die frei werdenden Flächen werden massiv vergrößert, wobei der Berghang angeschnitten und eine Stützmauer errichtet wird. Das "Huberhaus" und das Gebäude des Eisenbahner Musikvereins fallen der Spitzhacke zum Opfer. An ihrer Stelle entsteht eine vergrößerte Park & Ride-Anlage mit rd. 400 PKW-Stellflächen. Außerdem gibt es Planungsüberlegungen mit Einbeziehung der Grundstücksflächen des Kindergartens und anderen Objekten in der Alleegasse. "Für Mürzzuschlag ergeben sich damit neue Potentiale, die geweckt werden können", sagte abschließend Projektleiter Gobiet.
^Heinz Veitschegger
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