Pfarre Murau sendet Botschaften weit über seine Grenzen
Mit Mut, Vertrauen und Zuversicht hin zur Weihnachtbotschaft

Die 2. Botschaft an die Murauer Pfarrbevölkerung und darüber hinaus.
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Es gibt seit Anfang März ein Thema, welches die Menschen weltweit und somit auch in Österreich, tagtäglich beschäftigt: Es ist dies die Corona – Pandemie. Am Allerseelentag zusätzlich der Terroranschlag in Wien, die Ungewissheit rund um die Präsidentenwahl in den USA, Themen die diese Tage in den Medien breit bearbeitet werden. Tagtäglich neue Rekordzahlen mit positiven Infektionszahlen, die Spitäler sind gefüllt mit an Corona erkrankten Patienten ebenso die Intensivbetten. Oftmals scheint man an die Grenzen der Belastbarkeit zu kommen.
Seit einer Woche sendet die Pfarre Murau ihren Pfarrbewohnern und allen, die durch Murau fahren, Botschaften „nur Mut“, „hab Vertrauen“, „es wird gut“ und geht mit der Weihnachtsbotschaft „Christus ist geboren“ in das Finale. Pastoralreferent Martin Lienhart sagt dazu: „Von Zeit zu Zeit und in besonderen Zeiten braucht der Mensch einen Zuspruch. Das versucht die Pfarre Murau vor Weihnachten umzusetzen. Sie fasst Worte der Ermutigung in kurze Botschaften und gibt sie auf Plakaten, an gut einsichtigen Orten präsentiert, den Menschen mit auf den Weg“. Diese Idee ist bei einer Sitzung des Pfarrgemeinderates entstanden wo die Frage gestellt wurde, was brauchen die Menschen von uns als Pfarre, dabei ist die Idee entstanden eine einfache Botschaft der Ermutigung unter die Leute zu bringen. Mit Unterstützung vom Liturgieausschuss wurde diese Idee nun auf den Weg gebracht. Zurzeit wird die Botschaft „nur Mut“ vermittelt. Als nächstes folgt „Hab Vertrauen“, „Es wird gut“ soll Zuversicht geben und „Christus ist geboren“ ist die wichtigste Botschaft zu Weihnachten. Am Freitagabend haben Pfarrverantwortliche im Pfarrhof Murau ihre Botschaften genauer umschrieben.
Was bedeutet für PR Martin Lienhart „Nur Mut“? „In Zeiten, wo es uns schleudert, in unsicheren Zeiten, dass man sich hinsetzt, seine Quellen öffnet, sich fragt, wo bekomme ich die Kraft zu Mut her, für uns als glaubende Christen ist es Gott, die Beziehung zu Gott zu stärken ist eine wesentliche Sache, dazu wollen wir die Menschen auch ermutigen“. Mit den Transparenten will die Pfarre Murau, allen die es sehen dazu anregen, in Zeiten wie diesen mit Mut in die Zukunft blicken, auf das Weihnachtsfest zugehen, so Martin Lienhart.
PGR Horst Regger beschreibt seine Gedanken zu „Hab Vertrauen“: „…das wir aus dem ursprünglichen, aus dem christlichen Glauben das Vertrauen schöpfen in der jetzigen Situation, in der Zeit jetzt und danach, in der Zeit die uns jetzt plagt“. Man habe gemerkt, dass in den letzten Wochen drei Punkte wichtig waren für die Menschen, die Pandemie Corona, der Terroranschlag in Wien und die Umstände der Präsidentenwahl in Amerika, diese haben die Leute auch angesprochen, sagt Horst Regger und „dies alles hat viele Fragen aufgeworfen, ich denke, für uns Christen ist es wichtig, in diesen Tagen Vertrauen zu haben, dass sich alles doch positiv entwickelt“. Horst Regger regt an, sich selbst zu prüfen, ob ich über den eigenen Glauben noch so viel Vertrauen habe, oder mich damit mehr auseinander zu setzen sollte.
Über„Es wird gut“ spricht PGR Obmann Marcus Prestele: „Ich bin ein sehr optimistischer Mensch, es gab immer wieder Probleme und es ist wieder alles gut geworden. Wenn man einen christlichen Glauben lebt, ist es leichter daran zu glauben, dass es wieder gut wird“. Er ist überzeugt, es muss immer wieder eine Krise geben, dass man daraus wieder herauskommt, man habe jetzt jahrzehntelang Gewinne gemacht, ist alles gut gelaufen, irgendwann ist es mal fällig, dass einem schlecht geht, aber es wird dann wieder besser werden sagt Marcus Prestele und „nach jedem Tal kommt wieder der Berg, wo wir hinauf gehen können“. Man müsse nicht nur an Christus glauben, sondern auch an sich selbst, dass man es schafft. Dazu gehöre auch Eigeninitiative, ohne diese würden wir nicht aus dieser Krise herauskommen, so seine Einschätzung. „Dazu gehöre auch, zu glauben, dass der andere auf mich schaut und gleichzeitig ich als Zeichen der Nächstenliebe auf meine Nachbarn, auf meine Familie schaue“.
Welche Bedeutung haben diese Botschaften an die Bevölkerung für Heinz Bosic, er gestaltet das Murauer Pfarrblatt: Für ihn haben Eigenverantwortung in der gegenwärtigen Corona – Pandemie große Priorität wie Abstand halten, man sollte bei Menschenansammlungen wenn auch Mund – Nasenschutz nicht gleich in das Gesicht greifen. „Für mich beginnt Eigenverantwortung mit 1,5 m Abstand halten“. Wenn man länger als 2 Stunden den Mund – Nasenschutz verwenden muss in der beruflichen Tätigkeit, so ist es sehr ratsam, diese dann zu wechseln, weil man weiß, dass sich hinter der Maske eine Kultur entwickelt.
Pfarrer Thomas Mörtl sagt zur Weihnachtsbotschaft „Christus ist geboren“: „Die Botschaft – Christus ist geboren – ist der Schlussstein dieser Botschaften. Die Botschaften – nur Mut, hab Vertrauen und es wird gut sind Dinge die in mir Zuversicht wecken sollen. Das Vertrauen, dass man wirklich mit Zuversicht ins Leben, in die Zeit, in Situationen, die uns aufgegeben sind, kommt davon, dass Gott uns das sagt, das sagt er mit dem Kind in der Krippe. Gott sagt mir mit dem Kind in der Krippe, hab Mut, hab Vertrauen, es wird gut“. Pfarrer Thomas Mörtl sagt auch, wenn man von Weihnachten sagen lassen will, nur Mut, hab Vertrauen und es wird gut dann wird man wohl wirklich die Botschaft von Weihnachten suchen müssen. In der jetzigen Zeit der Pandemie wird immer wieder gesagt, was sein sollte, was Eigenverantwortung ist, so sei auch für jeden Eigenverantwortung, was ihm zu Weihnachten wichtig ist. „Das große Geschenk Gottes zu Weihnachten ist Christus, die Geschenke zu Weihnachten umrahmen das Fest, deckt auch manches zu. Es sind nur ein paar Worte, die von der Pfarre vermittelt werden, „nicht halt Abstand, setz endlich Maske auf, diese täglich zu hörenden Anweisungen machen die Leute so depressiv, schau auf das Licht, schau auf das Wichtige, schau auf das Gute, schau auf das was dir Kraft gibt, was dir Zuversicht gibt, dann kannst auf jenes schauen, was dir zu Weihnachten wichtig ist“, so Pfarrer Thomas Mörtl über die Bedeutung von Weihnachten und die Botschaften, die jetzt an die Bevölkerung in der Pfarre und darüber hinaus vermittelt werden. Wie man in der Pfarre Murau Weihnachten feiern kann oder wird, ist völlig offen, so Pfarrer Thomas Mörtl. „Ostern haben wir mit 5 Leuten in der Kirche gefeiert, was zu Weihnachten sein wird? Ob es mit den bisherigen Einschränkungen und nunmehr aktuellen möglich wird und ob Leute überhaupt hinkommen wollen“. Mit dem Lockdown hat die Katholische Kirche die öffentlichen Gottesdienste ausgesetzt, wie es zu Weihnachten sein kann, wird sich nach dem 7. Dezember zeigen. „Ich denke, wenn wir wissen, wie es gehen kann, welche Möglichkeiten wir haben, dann passt es genau, nur Mut, hab Vertrauen, es wird gut und Christus ist geboren, aus dem heraus werden wir dann Weihnachten feiern“ so Pfarrer Thomas Mörtl über die Botschaften der Pfarre Murau hinaus zur Bevölkerung von Murau und darüber hinaus. „Jeder soll zu Advent das nehmen was ihm stärkt, das wird ja niemanden genommen, sich mit der Familie um den Adventkranz zusammensetzen, eine adventliche Geschichte lesen oder die Bibel in die Hand nehmen“, so abschließend die Einladung Advent in Zeiten von Einschränkungen dieses Jahr bewusst zu feiern. PR Martin Lienhart sagt, er werde dem Weihnachtsfest in seinem Herzen Raum geben, eine Zeit der Stille, eine Zeit mit Lichtern wird es sein, wenn es nicht in der Kirche möglich ist, dann in dem Raum wo ich wohne“.

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