Bergrettung Murau
"Viele haben mehr Glück als Verstand"

Im Bezirk Murau hat die Bergrettung vier Ortsstellen und rund 100 Mitglieder.
4Bilder
  • Im Bezirk Murau hat die Bergrettung vier Ortsstellen und rund 100 Mitglieder.
  • Foto: Gernot Siebenhofer
  • hochgeladen von Julia Gerold

Im Winter ist auf den Bergen einiges los und die Bergrettung steht wieder täglich in den Startlöchern. Jedoch ist auch bei Wintersportlern Vorsicht geboten.

MURTAL/MURAU. Der Wintereinbruch bescherte den Bergsportlern einen perfekten Saisonauftakt und das Skitourengehen wird in unserer Region immer beliebter. Vor allem auf den leicht zugänglichen Bergen nimmt die Menge an Sportlern jährlich zu, berichtet der Gebietsleiter der Bergrettung Murau Gernot Siebenhofer.  

"Man merkt, dass diese Freizeitaktivität nun zum Breitensport wird. So viele Leute wie heuer hab ich auf der Frauenalpe noch nie gesehen."

In Murau ist die Frauenalpe ein Hotspot. Sie ist für Anfänger besonders geeignet, da es bis zum Gipfel eine präparierte Strecke gibt. Die hohe Frequenz an Sportlern führt auch zu mehr Unfällen. Vor allem bei der Abfahrt mahnt die Bergrettung zur Vorsicht. Mit wenig Erfahrung werden die Abstiege falsch gewählt, da sich die Bedingungen situationsabhängig ändern können. "Viele haben mehr Glück als Verstand", berichtet der Gebietsleiter.

Der Wintereinbruch bescherte Wintersportlern einen perfekten Saisonauftakt und die Bergrettung steht im Dauereinsatz.
  • Der Wintereinbruch bescherte Wintersportlern einen perfekten Saisonauftakt und die Bergrettung steht im Dauereinsatz.
  • Foto: Gernot Siebenhofer
  • hochgeladen von Julia Gerold

Die Planung ist wichtig

In dieser Saison war schon einmal ein Hubschrauberabtransport notwendig. Ein Lawineneinsatz der Bergrettung blieb bis dato noch aus. Die Situation am Berg sollte nie unterschätz werden und man muss für jeden Umstand gerüstet sein. Daher sollte in der Tourenplanung auch immer unvorhergesehene Ereignisse mit einfließen. Nicht nur die Route selbst sollte dabei durchdacht werden, sondern auch das Wetter, die derzeit früh einsetzende Dunkelheit und die Lawinenlage.

"Man trifft kaum jemanden der nicht gut ausgerüstet ist. Allerdings können viele mit ihrem Equipment nicht richtig umgehen. Der Alpenverein bietet Kurse an, wo man für Touren vorbereitet wird. Es ist nicht verpflichtend, aber ist für jeden Einzelnen von Vorteil", empfiehlt Siebenhofer.

Sollte es eine verpflichtende Schulung für Tourengeher geben?

Weiß man die Koordinaten vom eigenen Standort nicht, ist eine Wegbeschreibung wichtig. Dabei helfen markante Punkte wie Wegweiser, Route, Hütten, etc. Mach dir am besten vor dem Notruf Gedanken wie du der Notrufzentrale deinen Standort übermittelst. Findet eine entsprechend gute Planung statt, wird bei einem Zwischenfall dem aufkommenden Stress wesentlich entgegengewirkt. Auch die Frage: "Wie wähle ich bei meinem Mobiltelefon den Notruf, wenn kein Netzempfang herrscht?" sollte vor der Wintertour geklärt werden.

Gernot Siebenhofer ist Bergrettungsarzt, Stv. Landesbergrettungsarzt der Steiermark, Flugrettungsarzt und Gebietsleiter der Bergrettung Murau.
  • Gernot Siebenhofer ist Bergrettungsarzt, Stv. Landesbergrettungsarzt der Steiermark, Flugrettungsarzt und Gebietsleiter der Bergrettung Murau.
  • Foto: Gernot Siebenhofer
  • hochgeladen von Julia Gerold

Die richtige Notfallnummer

Vor Beginn der Wintertour sollte auch die Akkuversorgung beim Handy geachtet werden. Benötigt man Hilfe, so ist die Notrufnummer 140 der Bergrettung die erste Wahl. Damit erreicht man in der Steiermark direkt die für Bergrettungseinsätze zuständige Landeswarnzentrale in Graz. Gibt es Probleme mit dem Empfang, sollte man den Euro-Notruf 112 verständigen. In diesem Fall dauert die Alarmierung jedoch länger. Bei moderneren Telefone gibt es auch die Möglichkeit der Notruf-Funktion. Ist kein Notruf möglich hilft nur noch ein Standortwechsel und ein neuerlicher Versuch. Zuvor sollte man allerdings sicher stellen, dass die verletzte Person erstversorgt ist.

Das ist bei einem Notruf wichtig:

Was ist passiert?
Wo ist es passiert?
Wie viele sind verletzt?
Wer ruft an?
Wie ist das Wetter am Unfallort? (Sicht, Wind, etc.)

Das könnte dich auch interessieren: 

"Goldi" sucht wieder junge Skispringer-Talente
Knapp jeder zehnte Einwohner konsumiert zu viel Alkohol
Anzeige
Der Auftakt erfolgt am Samstag, dem 5. Februar, mit "Perpetuum Jazzile", einer 30-köpfigen Chorformation.
1 Aktion 5

Gewinnspiel
Mit MeinBezirk.at Karten für Spielberger Kulturprogramm gewinnen

Von Frühjahr bis Sommer gibt es in Spielberg ein dichtes Programm mit vielen Höhepunkten. Bei unserem Gewinnspiel gibt es für einige Veranstaltungen sogar Karten zu gewinnen. SPIELBERG. Trotz Pandemie ist ein abwechslungsreiches Kulturprogramm in Spielberg entstanden. "Wir haben 20 Veranstaltungen bis zum Sommer - bei uns gibt es keine Pause", so Kulturamtsleiterin Desiree Steinwidder. Mit unserem Gewinnspiel kann man nun jeweils zwei Karten für "Perpetuum Jazzile", "Alfred Dorfer", "Ray...

Kommentare

?

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Informationen zur Corona-Schutzimpfung

Hier wird geimpft!
Alle wichtigen Infos

Zum Corona-Ticker

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?

Werde Regionaut!

Jetzt registrieren

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen