ÖVP gewinnt in Neumarkt klar
Auch SPÖ darf sich auf Stimmenzuwachs freuen

ÖVP Bgm. Josef Maier konnte viel Zustimmung verbuchen.
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In Neumarkt galt die GR – Wahl als spannend, vor allem deshalb, weil diesmal neben der ÖVP, der SPÖ, FPÖ und Grüne zwei weitere Bewerber angetreten sind. Zum einem Nina Feichter und die NEOS mit Michael Steiner. Zum anderen sind seit der letzten Wahl die Bevölkerungszahl auf unter 3.000 gesunken, das bedeutet um 3 Gemeinderäte weniger. Bei der letzten Wahl vor 5 Jahren war die FPÖ mit 46,6 % Wähleranteil die stärkste Fraktion, gefolgt mit 34,43 % die ÖVP, 11,29 % die SPÖ und 7,72 die Grünen. Zum Bürgermeister wurde mit Unterstützung der SPÖ und Grünen Josef Maier von der ÖVP gewählt. Somit musste die FPÖ mit ihren klaren Stimmenvorteil das Nachsehen haben.
In den letzten Tagen vor der Wahl formulierten die wahlwerbenden Parteien bzw. Gruppen u.a. mit Plakaten um die Gunst der Wähler. So plakatierte die ÖVP mit Bgm. Josef Maier mit „Zusammenhalten – Kompetenz – Verantwortung. Die SPÖ mit Vizebgm. Josef Straner warb mit „Uns verbindet Zukunft – gemeinsam gestalten – mit Abstand die beste Wahl“. Die FPÖ und Unabhängige warben mit „Heimische Betriebe unterstützen, Bürger entlasten, ihre Bürgerliste der Region". Die Grünen mit Elisabeth Edlinger-Pammer formulierten „Dein Boden – Deine Zukunft“. Die NEOS mit Michael Steiner warben mit „Für frischen Wind in Neumarkt, für rasche Abgabensenkung in Neumarkt“. Für Wirbel sorgte in Neumarkt die Liste Zukunft Neues Neumarkt mit Nina Feichter. In ihrer Wahlbroschüre warb sie mit „Unsere unabhängige, freie Bürgerbewegung steht für Veränderung und Bürgernähe. Neumarkt braucht neue Visionen und Perspektiven…“

Das Wahlergebnis:
ÖVP 46,9 % ein + von 12,5 %, 10 Mandate bisher 9
SPÖ 19,4 % ein + von 8,1 %, 4 Mandate bisher 2
FPÖ 13,7 % ein Minus von 32,9 %, 3 Mandate bisher 12
Grüne 8,9 % ein + von 1,2 %, 2 Mandate wie bisher
NEOS 1,7 %, kein GR Mandat
Zukunft Neues Neumarkt 9,5 % und 2 Mandate

ÖVP Bürgermeister Josef Maier freut der Wahlausgang besonders: „Es freut uns sehr, dass unsere Arbeit in den letzten fünf Jahren entsprechend honoriert worden ist, ich habe schon das Gefühl, dass wir am richtigen Weg sind“. Bisher habe die Zusammenarbeit in der Koalition mit SPÖ und Grüne sehr gut funktioniert, Bgm. Maier wird mit allen Fraktionen Gespräche führen, kündigte er im Telefonat an. „Jeder, der an einer positiven Entwicklung von Neumarkt interessiert ist, wird eingebunden in unserer zukünftigen Arbeit“.
Eine Zusammenarbeit mit Zukunft Neues Neumarkt dürfte allderings schwierig werden, „die Wahlauseinandersetzung war schon sehr fragwürdig, die Wahl hat aber auch gezeigt, dass man keine Schmutzkübelwahlwerbung will“, so Bürgermeister Maier.
Einen „Kurz-Effekt“ könne man nicht abschätzen, diese Wahl habe ganz andere Gesetzmäßigkeiten wie eine Bundeswahl, die Leute würden schon sehr unterscheiden und die Arbeit vor Ort bewerten und danach die Stimme abgeben, glaubt Josef Maier. Die Bevölkerung hätte die Großprojekte wie das Gemeindezentrum, den Ressourcenpark und auch das neue Turn- und Sportvereinsheim, den Probenraum für MV St. Marein und den Bau des Pflegewohnheimes positiv bewertet, neben vielen anderen kleinen Investitionen in der Gemeinde erklärte Josef Maier.
SPÖ Vizebgm. Klaus Straner zeigte sich in seiner Stellungnahme sehr zufrieden, die Verdoppelung des Mandatsstandes war eine große Überraschung, ein Mandat zuzulegen habe er schon erwartet, dass es aber gleich zwei werden, war schon eine Überraschung und es freue ihn und seine SPÖ besonders. Es werde wieder eine gute Zusammenarbeit in Neumarkt geben, um wieder Projekte für Neumarkt auf die Beine zu stellen, immer mit Augenmaß auf die finanziellen Möglichkeiten. „Wir werden, wie in den letzten fünf Jahren, für Neumarkt zusammenarbeiten, die Leute wollen nicht, dass man streitet, die Leute wollen, dass man gut zusammenarbeitet“, so Klaus Straner. Auf diverse Kommentare - vor allem der Gruppe ZNN - habe man nicht geantwortet, weil man einen solchen Wahlkampf ablehne, sagte Vizebürgermeister und SPÖ-Chef Klaus Straner.
Für den FPÖ-Spitzenkandidaten Klaus Dieter Stadtschreiber ist das Wahlergebnis sicherlich enttäuschend, für eine Stellungnahme war er am Montag leider nicht erreichbar.
Für die Grünen ist Elisabeth Edlinger-Pammer als Spitzenkandidatin angetreten. Sie zeigt sich mit dem Wahlergebnis zufrieden, wenngleich sich die Grünen mehr erhofft hatten. „Ob es eine weitere Zusammenarbeit mit ÖVP gibt, liegt bei Bürgermeister Josef Maier, nicht bei den Grünen. Wir hatten bisher eine gute Zusammenarbeit und nun werden die Gespräche ergeben, wie die Zukunft sein wird“. Die Themen der Grünen wie Klima-, Natur- und Umweltschutz seien Themen in allen Gemeinden, würden allerdings in Stadtgemeinden und in Stadtnähe stärker in der Bevölkerung wahrgenommen sagte Elisabeth Edlinger-Pammer.
Die NEOS schafften den Einzug in den Gemeinderat Neumarkt nicht. Spitzenkandidat Michael Steiner kann sich nicht erklären warum die NEOS nicht die nötige Stimmenanzahl erreicht haben. „Für mich auf die NEOS bezogen ein unerklärliches Ergebnis, ich und wir NEOS hätten uns ein Mandat erhofft, wir haben im Wahlkampf alles gegeben, somit ist das Ergebnis unerklärlich“. Möglicherweise, so räumt Michael Steiner ein, seien die NEOS im doch hitzigen Wahlkampf in Neumarkt „untergegangen“. „Vielleicht haben wir zu wenig Aufsehen erregt“, so Steiner. Ob die NEOS in Neumarkt weiterhin aktiv sein werden ist derzeit noch nicht entschieden. Michael Steiner bleibt aber weiterhin Bezirksvorsitzender der NEOS im Bezirk Murau.
Die Listenführerin von Zukunft Neues Neumarkt, Nina Feichter, konnten für eine Stellungnahme leider nicht erreichen. Ihre Liste ZNN erreichte bei der Gemeinderatswahl zwei Mandate.

Autor:

Anita Galler aus Murau

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