Bürgermeisterbonus in Teufenbach-Katsch
Lydia Künstner-Stöckl legte mit der SPÖ stark zu

Lydia Künstner-Stöckl legte mit der SPÖ stark zu.
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Die Ausgangslage zu dieser GR – Wahl war spannend, bei der letzten Wahl vor 5 Jahren wurde die SPÖ stimmenstärkste Partei, gefolgt von Liste Mur von Hans Gruber, ÖVP und FPÖ. Das Sagen in der Gemeinde hatte allerdings die ÖVP die mit Thomas Schuchnigg den Bürgermeister stellte mit einer Teilzeitlösung mit der Liste Mur von Hans Gruber, die allerdings nicht umgesetzt wurde. Nachdem Bgm. Schuchnigg im Herbst letzten Jahres krankheitsbedingt zurückgetreten ist wurde zur Überraschung vieler Lydia Künstner-Stöckl von der SPÖ im 3. Wahlgang mit 7 Stimmen zur Bürgermeisterin gewählt.
Sie hat ihr Wahlziel so formuliert, „dass die SPÖ weiterhin stimmenstärkste Kraft in der Gemeinde bleibt und sie ihr Bürgermeisteramt weiterhin zum Wohle der Gemeindebevölkerung ausüben kann“.
Neu aufgestellt hat im Jänner die ÖVP, der frühere Bürgermeister Thomas Schuchnigg legte die Obmannfunktion zurück, Peter Panzer aus Teufenbach wurde beim a.o. Parteitag in Katsch zu neuen Obmann der ÖVP gewählt. Er hat im Vorfeld sich einiges vorgenommen. „Für die ÖVP Teufenbach-Katsch erhoffe ich mir einen Zuwachs an Stimmen gegenüber der letzten GR-Wahl 2015! Mit unserer gesellschaftlich und generationsübergreifenden-breit aufgestellten Bewegung möchten wir für all unsere MitbürgerInnen ein verlässlicher Ansprechpartner sein und so hoffe ich, dass uns unsere Bevölkerung dementsprechendes Vertrauen entgegenbringt, um kraftvoll für unsere schöne Gemeinde Teufenbach-Katsch arbeiten zu können“.
Die FPÖ trat mit Gottfried Sperl zur Wahl an. Sperl war schon Bürgermeister in der früheren Gemeinde Frojach-Katsch, zuletzt Bundesrat. Er formulierte sein Wahlziel so: „Das Ziel der FPÖ in Teufenbach-Katsch ist es, das Mandat zu erhalten bzw. die Oppositionsrolle zu stärken. Die Entscheidung über den Bürgermeister, der Bürgermeisterin wird sicherlich erst nach der Wahl im Zuge der Koalitionsverhandlungen fallen, da nicht zu erwarten ist, dass eine der fünf wahlwerbenden Parteien die absolute Mehrheit erlangt“.
Eine starke Stimme in der Gemeinde ist die Liste von Hans Gruber, früher ÖVP Bürgermeister in der Gemeinde Teufenbach, zuletzt an 2. Stelle des Stimmenanteils. Für diesmal hatte Gruber wieder sein Wahlziel: „Meine Erwartungen für die GR Wahl 2020 ist die Bestätigung der erfolgreichen, parteiunabhängigen Arbeit der Liste MUR - zum Wohle der Bevölkerung aller Ortsteile. Wir bitten die Wählerinnen und Wähler als starkes Team um einen klaren Arbeitsauftrag zur Umsetzung unserer Ziele für die nachhaltige und zukunftsorientierte Entwicklung der Gemeinde Teufenbach-Katsch. Die ganz wichtigen Aufgaben dürfen nicht durch Parteipolitik verhindert und beeinträchtigt werden. Wir wollen die Zukunft positiv gestalten“.
Für Überraschung sorgte der bisherige ÖVP Vizebgm. Josef Pirker aus Katsch. Nachdem er von der ÖVP nicht als Spitzenkandidat aufgestellt wurde trat er nun mit der Liste Pirker Josef an und nannte als Wahlziel soviel als möglich Stimmen zu bekommen um in der Gemeinde mitbestimmen zu können.
Die SPÖ legte am Sonntag mit 2 Mandaten stark zu und hat nun 7 Sitze, die ÖVP verlor einen Sitz und hat nun 3 GR, FPÖ behielt ihr Mandat, die Mur von Hans Gruber verlor ein Mandat und hat nun 4 Gemeinderäte. Die Liste Pirker – Stocker verfehlte den Einzug in den Gemeinderat.
Für Bgm. Lydia Künstner-Stöckl (SPÖ) ist das Wahlergebnis die Bestätigung, dass die Wähler dafür gedankt hat was sie für die Bevölkerung seither geleistet hat. Die Zusammenarbeit in der Gemeinde war trotz aller Verschiedenheiten gut, es hat immer wieder Mehrheiten für wichtige Projekte und Beschlüsse gegeben. Es werde jetzt Gespräche mit allen Fraktionen in der Gemeinde geben und sie hofft, dass alle das gute Wahlergebnis der SPÖ akzeptieren, so Lydia Künstner-Stöckl am Sonntag.
ÖVP Obmann Peter Panzer bedauerte in seiner Stellungnahme zum Wahlergebnis, dass die ÖVP vor der Wahl mit zwei ÖVP Lagern hat sich auseinandersetzen müssen, die Losentscheidung wegen Stimmengleichheit ist Zugunsten der Liste Mur ausgegangen, trotzdem sei die ÖVP sei motiviert das Beste für die Gemeinde zu machen, sagte Peter Panzer. Die weitere Vorgangsweise etwa auch die BGM Wahl werde in nächster Zeit in den Gremien besprochen werden. „Die Bemühungen die ÖVP wieder zu einigen habe es schon 2015 gegeben im Koalitionsvertrag mit der Liste Mur gegeben, man wollte in Zukunft wieder gemeinsam auftreten, das Wort wurde nicht gehalten“ bedauerte ÖVP Obmann Panzer und „finde es sehr schade, dass der ÖVP Vizebgm. Josef Pirker mit einer eigenen Liste angetreten ist und uns damit sehr geschadet hat“. Mit den 52 Stimmen wäre die ÖVP stärker von der Wahl hervorgegangen“.
Die FPÖ konnte ihren Mandatsstand halten, Listenführer Gottfried Sperl ist mit dem Wahlergebnis zufrieden, das Halten des Mandates war sein Ziel so Sperl am Telefon. Ob die FPÖ die Bürgermeisterin wählen wird ist derzeit noch offen, wird in der Partei besprochen werden sagt Sperl. Sie habe ihren Bürgermeisterbonus nutzen können, die "drei schwarzen Parteien haben verloren, das ist Fakt".
Listenführer Johann Gruber sagte zum Wahlergebnis, „sein Team sei mit dem Wahlergebnis zufrieden, man fühle sich mit dem Wahlausgang bestätigt“. In Zukunft werde sich nicht viel ändern, den Vorstandssitz halten war das Ziel und konnte erfolgreich verteidigt werden freute sich Hans Gruber. Die SPÖ habe keine Mehrheit und müsse nun wieder eine Mehrheit suchen. Ob die Liste Mur Lydia Künstner-Stöckl oder jemand anderen unterstützen werde könne erst nach den Besprechungen in der Fraktion gesagt werden, so Hans Gruber am Sonntag. Ob es eine Zusammenarbeit mit der ÖVP geben könne werde auch erst in der Fraktion besprochen werden. „Vorstellbar sei alles“.
Für Listenführer Josef Pirker, bisher ÖVP Vizebgm., ist es „schade, dass wir nicht mehr gemacht haben.“ Er war mit der Listenerstellung der ÖVP nicht einverstanden, „so habe ich versucht, eine eigene Liste aufzustellen um in der Gemeinde mitbestimmen zu können, dass ist in die Hose gegangen, das wars für mich“ so Josef Pirker. Er habe mit einem Mandat gerechnet, er werde in Zukunft politisch eher nicht mehr tätig sein.

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Autor:

Anita Galler aus Murau

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