Notabene: Im Süden gehen die Uhren anders

Selbst die größten Optimisten gehen inzwischen nicht mehr davon aus, dass der Euro noch zu retten ist. Griechenland soll nach 110 Mrd. nun noch einmal 60 Mrd. Euro erhalten, um nicht in die totale Pleite zu schlittern. Aber ist den Griechen damit wirklich geholfen? Will das hellenische Volk die Lebensphilosophie und den Lebensstil einer von der EU diktierten Stressgesellschaft überhaupt übernehmen? Die Proteste der Bevölkerung spiegeln ein anderes Bild.
Die Südeuropäer unterscheiden sich zu den Nordeuropäern nicht nur in ihrem Temperament, sondern auch durch einen bisher gelebten Alltag, den wir als Urlauber immer in vollen Zügen genossen haben. In Griechenland, Italien, Spanien, Portugal sind die Uhren immer schon anders gegangen. Dieses entschleunigte Leben hat viele Künstler inspiriert und Massen an Urlaubern in Bewegung gesetzt. Zudem war das Urlauben in Mittelmeerländern für uns auch preislich sehr attraktiv.
Das hat sich seit der Einführung des Euro schlagartig geändert.
Eines steht fest: Griechenland ist für die EU und den Euro ein vergleichsweise kleines Problem gegenüber dem, was aus Spanien und Italien noch kommen kann.
Zufrieden mit der Situa-tion ist die Bevölkerung weder in den Geber-
noch in den Nehmerländern. Mit Geld allein lassen sich die Schwierigkeiten sicher nicht aus der Welt schaffen.

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