Wolfgang Schlick folgt Johannes Rauter in Stadl-Predlitz
Trotz Wahlerfolg verlor die ÖVP den Bürgermeister

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Nun gibt es im Bezirk Murau einen dritten SPÖ Bürgermeister: Bei der konstituierenden GR – Sitzung am Freitagabend im Gemeindehaus in Predlitz stellten sich der bisherige ÖVP Bürgermeister Johannes Rauter und sein bisheriger Vize SPÖ Spitzenkandidat Wolfgang Schlick der Wahl zum Bürgermeister. Spannend wurde das Ergebnis erwartet, gemunkelt wurde schon vorher, dass die FPÖ diesmal den SPÖ Kandidaten wählen würde. Dann war es auch so. Wolfgang Schlick erhielt 8 Stimmen und wurde somit neuer Bürgermeister der Gemeinde Stadl – Predlitz, Johannes Rauter bekam 7 Stimmen. Enttäuschend für Johannes Rauter, konnte er bei der GR – Wahl für die ÖVP 12 % Stimmen und somit 2 Sitze dazu gewinnen, die SPÖ hielt ihre 6 Sitze, die FPÖ musste 2 Sitze abgeben. Das Interesse der Bevölkerung für diese GR – Sitzung war groß, der vorgesehene Platz im Sitzungssaal war voll, alle trugen Mund – Nasenschutzmasken.
Unter den Zuhörern war auch Landtagspräsidentin Manuela Khom und NRAbg. Karl Schmidhofer. Die Angelobung des neuen Bürgermeisters und seines Stellvertreters nahm Dr. Elisabeth Berner von der BH Murau vor. Am Beginn der Sitzung wurden alle 15 Gemeinderäte angelobt. Spannend bei Bekanntgabe des Wahlergebnisses für den Bürgermeister: 8 Stimmen lautete es für Wolfgang Schlick, 7 für Johannes Rauter. Für den Vizebgm. kandidierte dann der bisherige Bgm. Johannes Rauter von der ÖVP, er wurde einstimmig, mit 15 Stimmen gewählt. Zur Gemeindekassierin wurde Gerda Hutton (ÖVP) ebenfalls einstimmig gewählt.
In seiner Wortmeldung bedankte sich der neugewählte Bgm. Wolfgang Schlick für das Vertrauen, er versprach eine konstruktive Arbeit zum Wohle der Gemeinde. Der bisherige Bgm. Johannes Rauter brachte einen 5 seitigen Rückblick auf seine 5-jährige Amtszeit. Die Fusionierung der Gemeinden Stadl mit Predlitz vor 5 Jahren war nach seinen Worten keine Liebesheirat, sondern eine Zwangsehe. In der größten Gemeinde im Bezirk Murau sei vieles umgesetzt werden, er bemühte sich um Zusammenarbeit, beinahe alle Beschlüsse seien einstimmig erfolgt. Er schilderte eine Reihe von Projekten im Hochwasserschutz, Schulsanierungen, u.a.m. Nicht immer hatte er es nicht einfach im Gemeindeamt, manche Wünsche konnte er nicht erfüllen, einmal musste er sogar einen aufgebrachten Gemeindebürger aus seinem Büro verweisen, man merkte ihm Verärgerung an. „Der Weg in den letzten Jahren war oft steinig und mit Dornen gekrönt, die Erwartungshaltungen an dem Bürgermeister waren teils zu hoch“.
Bgm. Wolfgang Schlick, Jg. 1959, ist seit 30 Jahren im Gemeinderat, hatte die Funktionen als Kassier und zuletzt Vizebgm. inne, er ist verheiratet, das Ehepaar hat einen 14-jährigen Sohn. In einer ersten Stellungnahme zu seiner Wahl sagte Bgm. Schlick, „mein Herz war immer unsere Region und wird auch immer sein. Ich stelle meinen Dienst in die gemeinsame Sache. In meiner neuen Funktion werde ich um konstruktive Zusammenarbeit für den Erlebnisraum unserer Bürger bemühen“. Die FPÖ habe für Schlick mehr Zukunftsperspektiven geboten und die beiden Parteien waren sich inhaltlich sehr nahe, schilderte Schlick die Besprechungen in den letzten Wochen. Die beiden Parteien haben ein Arbeitsprogramm für die Zukunft erstellt, dazu würden alle Gemeinderäte bzw. Fraktionen eingeladen konstruktiv mitzuarbeiten. Bgm. Wolfgang Schlick versprach mehr Bürgernähe zu zeigen „die Wünsche der Bürger sind das Programm für die Verantwortlichen in der Gemeinde, dies werde noch geschärfter zu organisieren versucht werden“. Es seien oft viele kleine Dinge, die die Bürger gerne erledigt gesehen haben möchte, darum werde er sich mit dem Team in Innen- und Außendienst kümmern sagte Bgm. Wolfgang Schlick. Er werde versuchen Dinge so zu lösen, dass er keinen Gemeindebürger aus dem Büro verweisen müsse, er werde zuhören und daraus die notwendigen Schlüsse ziehen, so Bgm. Schlick im ersten MZ Interview nach seiner Wahl.

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